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Mitteilungsblatt Nr. 01 / 2002
120. Jahreshauptversammlung des Innsbrucker Verschönerungsvereins

In einer so schnellebigen Zeit wie der unseren, grenzt es fast an das Unwahrscheinliche, wenn ein Verein ohne eine Unterbrechung 120 Jahre lang besteht, und nicht nur das, sondern auch ein immer größer werdendes Aufgabengebiet meistert. [weiter]
 

weitere aktuelle Themen:
Am Montag fängt die Woche an
Danke Ehrenobmann Anton Rauch
Ehrenmitglied Vizebürgermeisterin Hilde Zach
Die Bodensteinalm, ein Innsbrucker Juwel
Problemfälle gesperrte Wege
Neue Spielgeräte am "Grünen Boden"
Das war ein brillianter Vortrag! (Hofrat Dr. Caramelle über den Pulverturm)
Ausflugstip: Schloss Tratzberg im Unterinntal

 

Ein Dank allen Bankspendern

Mit Freude stellen wir fest, aus den verschiedensten Gründen wird dem Verschönerungsverein eine Bank gespendet, ein runder Geburtstag, ein Jubiläum oder jemand möchte an seinem Lieblingsplatz eine Bank aufstellen. Nicht nur der Verschönerungsverein freut sich, sondern auch die zahlreichen Wanderer, die auf einer Bank Rast halten
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Fortsetzung: 120. Jahreshauptversammlung des Innsbrucker Verschönerungsvereins

Von links nach rechts: Werner Plank, Klaus Holzbaur, Dr. Hans Gschnitzer, Burgi Decristoforo, Dr. Albert Fiegl, Schriftführer, Bianca Amorth, Kassierin, Dipl.-Vw. Helmut Mohr, Kassaprüfer, Ingelies Zimmermann, Obmannstellvertreterin, Anton Rauch, Ehrenobmann, Vizebürgermeisterin Hilde Zach, Hermann Hell, Obmann, Josefine Justic, Kassierstellvertreterin, Dir. Erich Sauerwein, Kassaprüfer,
Dipl.-Vw. Hans Kremser.

In einer so schnelllebigen Zeit wie der unsrigen grenzt es fast an das Unwahrscheinliche, wenn ein Verein ohne eine Unterbrechung 120 Jahre lang besteht, und nicht nur das, sondern auch ein immer größer werdendes Aufgabengebiet meistert. Jahreshauptversammlungen sind Gelegenheiten, Bilanz zu legen und den anwesenden Gästen zu beweisen, dass man mit den dem Verein anvertrauten Geldmitteln gewissenhaft und im Sinne der Vereinssatzungen umgeht.
Am 16. April 2002 fand die 120. Jahreshauptversammlung statt. Dank dem Entgegenkommen von Gen.-Dir. Dr. Fritz Hakl stand dem Verein der Raika-Saal in der Adamgasse auch diesmal wieder gratis zur Verfügung.
Obmann Hermann Hell bewies in einem anschaulichen, durch Farbdias ergänzten Vortrag, was alles im abgelaufenen Jahr geschehen ist. Von neuen Bänken, Wegsanierungen, Reparaturen, Instandhaltungsarbeiten bis hin zu neuen Brücken bzw. Stegen, vom Ausschneiden üppigen Grüns bis zum Mähen von Gras und letztlich zum Streuen von Splitt in der winterlichen Jahreszeit, aber auch der Sanierung von Kleinkunstdenkmälern und Gedenktafeln spannt sich ein breiter Bogen. „Die Arbeit geht eigentlich nie aus“, stellt Obmann Hell fest. Dass es daneben auch möglich war, ein so großes Projekt wie die Restaurierung des Höttinger Pestfriedhofes zu übernehmen und fertig zu stellen, übrigens ohne einen Cent Vereinsmittel, sondern durch Spenden, bestätigt, der Innsbrucker Verschönerungsverein genießt höchstes Ansehen und rechtfertigt das in ihn gesetzte Vertrauen.
Ein wichtiger Punkt war anlässlich dieser Jahreshauptversammlung die Neuwahl des Vorstandes. Im Grunde gab es nur kleine Änderungen wie sich der neue Vorstand zusammensetzt, bestätigt das obige Foto.
Zwei Innsbrucker Persönlichkeiten wurden als Ehrenmitglieder vom Verein für ihre Unterstützung ausgezeichnet. Frau Vizebürgermeisterin Hilde Zach, die für alle Anliegen und Probleme des Vereines mehr als nur ein „offenes Ohr“ hat, die oft als 15. Nothelferin tätig war, erhielt an diesem Abend die Ehrenmitgliedsurkunde und versicherte, dass sie nach wie vor dem Verein tatkräftige Hilfe zukommen lassen wird. Generaldirektor Dr. Fritz Hakl war an diesem Abend beruflich verhindert, doch für seine Verdienste um den Verein, für spontane finanzielle Hilfe und persönliches Engagement bedankte sich der Innsbrucker Verschönerungsverein bei ihm mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.
Das „Herzstück“ des Abends aber war der Vortrag von Hofrat Dr. Franz Caramelle. Wer ihn kennt weiss, er darf sich auf Besonderes freuen, und so war es auch an diesem Tag. „Neue Funktionen in alten Räumen in Innsbruck“ lautete das Thema, und manche der Zuhörer lernten an diesem Abend ein Stück Innsbruck kennen, das ihnen nur vom Hörensagen ein Begriff war.
Ein kleiner Imbiss, zu dem die Bäckerei Lanziner frisches Gebäck gespendet hat, bot nach dem offiziellen Teil des Abends Gelegenheit, mit Vereinsmitgliedern, Freunden und Bekannten zu sprechen und zu diskutieren..


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Neue Spielgeräte am "Grünen Boden"

Der Spielplatz im Stadtteil Sadrach bedeutet für viele Kinder ein Paradies im Freien. Die Spielgeräte, die im Laufe der Jahre verwittert und desolat geworden sind, wurden vom Innsbrucker Verschönerungsverein unter finanzieller Beteiligung der Stadt Innsbruck erneuert. Der Verein hat diese aus Haftungsgründen an die Stadt übergeben, doch die Pflege und Instandhaltung der Anlage erfolgt weiterhin durch den Verein.

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Problemfälle: Gesperrte Wege

Die zunehmende Besiedelung des Umlandes von Innsbruck beschert immer wieder Sperren altbekannter Wege. Obwohl mancher Steig seit urdenklichen Zeiten existiert, steht der Wanderer plötzlich vor einer Absperrung. Der Weg wurde versperrt. Ein Grundbesitzer will das Grundstück verkaufen. Der Käufer will keine Fußgänger, obwohl ihm bekannt ist, dass seit jeher ein Steig bestanden hat.
Die Rechtsabteilung der Stadt Innsbruck, Mag.- Abt. IV unter Herrn Dr. Wilfried Maier, bemüht sich in Zusammenhang mit der Stadtplanung
alte Steige für Fußgänger zu erhalten und das Recht der Ersitzung geltend zu machen. Dazu bedarf es Personen, die bezeugen können, den Weg über 30 Jahre benützt zu haben. Die Rechtsabteilung der Stadt ersuchte daher den Innsbrucker Verschönerungsverein, Zeugen namhaft zu machen, und wir leiten diese Bitte an die Mitglieder des Vereines weiter. Wenn Sie einen Steig, den Sie seit mehr als 30 Jahre, benützen, plötzlich gesperrt vorfinden, so melden Sie sich bitte bei der Magistratsabteilung IV, Herrn Dr. Wilfried Maier, und stellen sich als Zeuge zur Verfügung. Sie helfen damit den Weg zu erhalten und viele Wanderer werden Ihnen dafür dankbar sein.
Ein Beispiel vieler Sperren ist eine Verbindung von der Arzler Straße zur Haller Straße, nahe der kleinen Kapelle. Vom Nikodemweg gelangte man über einen Steig zur Bahnunterführung und dann zur Haller Straße. Seit einiger Zeit ist dieser Steig versperrt. Die Stadt Innsbruck bemüht sich, diesen Steig zu erhalten und benötigt daher Zeugen. Wir wünschen der Stadt, wie den Wanderern, dass dieser Steig erhalten bleiben möge!

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Ehrenmitglied Hilde Zach

Immer wenn „der Hut brennt“, wenn es Probleme gibt, finanzielle Engpässe auftreten oder der Verschönerungsverein Unterstützung oder Hilfe braucht, auf Hilde Zach darf man sich verlassen. Der Innsbrucker Verschönerungsverein hat sich bei der Vizebürgermeisterin mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft bedankt und ist sich sicher, die engagierte „Hilde“ wird dem Verein auch in Zukunft mit Rat und Tat zur Seite stehen!

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Danke Ehrenobmann Anton Rauch

Anlässlich der 120. Jahreshauptversammlung ist der langjährige Obmann Anton Rauch auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Er versicherte aber, dass er nach wie vor gerne dem Verein zur Verfügung stehen und sich besonders der Anliegen in seinem Heimatstadtteil Mühlau annehmen wird. Durch seine umsichtige und gewissenhafte Arbeit war und ist Toni Rauch zum Vorbild für den Verein geworden und dafür sei ihm sehr herzlich gedankt!

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Die Bodensteinalm, ein Innsbrucker Juwel

Auf einem lawinengeschützten Bergrücken der Nordkette liegt knapp über der Waldgrenze in 1600 m Seehöhe die Bodensteinalm, sie ist die höchstgelegene der Innsbrucker Almen. Die trockenen Wiesen, von einem Latschengürtel umgeben, bieten etwa 300 Schafen über den Sommer Nahrung.
Für die Innsbrucker Ausflügler und Wanderer ist die Bodensteinalm längst ein Begriff. Allein der einmalig schöne Blick auf die Stadt und das Inntal bis hin zu den Stubaiern und Zillertalern ist den Besuch wert. Die Wirtin der Alm, Frau Edith Felderer, kümmert sich um die Wirtschaft, bietet Speis und Trank und hat für ein freundliches Wort immer Zeit!
Drei Wege führen auf die Alm: Zünftige Wanderer erreichen sie auf dem teilweise steilen AV-Steig 216 von der Hungerburg in knapp 2 Stunden. Etwas länger, aber viel gemütlicher geht man entlang der Forstwege mit einer Abzweigung im Bereich der Stütze 3 der Nordkettenbahn. Dort trifft man auch zahlreiche Radler, die schwitzend den Berg hinaufstrampeln. Für ganz bequeme Bergsteiger gibt es die Nordkettenbahn. Von der Seegrube gelangt man in einer knappen halben Stunde hinunter auf die Alm.
Die Stadt Innsbruck hat viel für ihre Almen getan. Das schmucke Haus am Berghang hat Anschluss an Strom, Wasser und Kanal.

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Am Montag fängt die Woche an

Jeden Montag, gleich am Morgen, kommen Mitarbeiter, Sachverständige, Vorstandsmitglieder im Büro des Verschönerungsvereines am Burggraben zusammen, um gemeinsam mit Obmann Hermann Hell Aktuelles zu besprechen. Es sind Meldungen über beschädigte Bänke und verschmierte Tafeln eingegangen. Irgendwo ist ein Wegstück abgebrochen, ein Geländer wackelt, alles Arbeiten, die sofort erledigt werden. Die beiden Arbeiter Peter Obermoser und Josef Pittl notieren das. Gleichzeitig belegen sie mit den Berichten der abgelaufenen Woche, was alles geschehen ist. An diesem Tag ist auch SR Dipl.-Ing. Steiger von der Magistratsabteilung IV anwesend, denn es geht um Wegeprobleme, die im Bereich der Stadt liegen. Einen zuständigen Mitarbeiter, Ing. Johann Stern, hat er gleich mitgebracht.
Das umfangreiche Wegenetz, das der Verschönerungsverein betreut, wird in einem regelmäßigen Rhythmus kontrolliert. Das ist wichtig, denn Sicherheit hat Vorrang. Arbeiten, die über die Möglichkeiten oder Kompetenzen des Vereines hinausgehen, werden mit der Stadt abgesprochen. Den Mitarbeitern entgeht im Grunde nichts, für die Benützer der Wege ist das eine große Beruhigung!

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Das war ein brillianter Vortrag

Vielen herzlichen Dank, lieber Hofrat Dr. Caramelle! Ihr Vortrag über „Neue Funktionen in alten Räumen“ war ein faszinierendes Stück Innsbrucker Heimatkunde! Es war ein absolutes Vergnügen, Ihnen zuhören zu dürfen, die Zeit verflog nur so! Ein einziger Wunsch bleibt, bitte kommen Sie recht bald wieder zum Innsbrucker Verschönerungsverein!

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Ausflugstipp: Schloss Tratzberg im Unterinntal

An den Abhängen der östlichen Ausläufer des Karwendels, dort, wo das Stanser Joch in steilen Wänden zum Inntal abfällt, steht weit sichtbar beherrschend zwischen Schwaz und Jenbach auf einem Felsrücken das prachtvolle Schloss.
Von der alten Grenzburg gegen Bayern, urkundlich 1297 erwähnt, ist nichts mehr erhalten. Nach einem Brand im Jahr 1490 entstand, etwa 150 m von der einstigen Anlage entfernt, ein von den Gewerken Veitjakob und Simon Tänzl errichteter Neubau, der 1499 fertig gestellt war. In den Jahren 1500 bis 1515 wurden der Süd- und Ostflügel ausgebaut und der Westflügel teilweise errichtet. Der restliche West- und der komplette Nordflügel entstand unter dem neuen Besitzer Georg Ilsung. Seit dem Jahr 1847 steht das Schloss im Besitz der Grafen Enzenberg.*
Schloss Tratzberg bietet heute einen faszinierenden Spaziergang in die Vergangenheit. Die Innenräume sind original erhalten. Herrliche, kunstvoll bearbeitete Säulen aus Unterländer Marmor tragen schwere, prächtige Holzdecken. Das Mobiliar ist ebenfalls original erhalten. Hohe aufragende Schränke mit wunderschönem Zierrat haben einst Wäsche aufgenommen. Die Himmelbetten bestätigen, unsere Vorfahren waren um etliches kleiner gewachsen, als wir es heute sind. Geschnitzte, vergoldete Bilderrahmen umgeben die Porträts früherer Besitzer, die ernst auf die Besucher blicken und die moderne Zeit berührt sie ganz bestimmt nicht mehr! Der Habsburgersaal mit den einzigartigen Wandgemälden, die gotische Fuggerstube, das Königinzimmer mit reichem Renaissancedekor, die Rüstkammer und die Hauskapelle sind eindrucksvolle Stationen der Führung.
Schloss Tratzberg wird durch eine besonders liebenswürdige Art der Präsentation zum Erlebnis. Die Besucher erhalten ein tragbares Stereo-Kopfhörer-Gerät. Wenn es eingeschaltet ist, beginnt eine ganz persönliche Führung, denn es erklingen nacheinander die Stimmen des heutigen Besitzers, Graf Goess-Enzenberg, seines Vorfahren, sogar Kaiser Maximilian spricht, und eine liebenswürdige Dame aus längst vergangenen Tagen erklärt, was sie einst mit den Geräten im Damenzimmer gemacht hat. Musik aus alten Tagen wechselt mit Fanfaren- und Hörnerklang ab, Hufgetrappel und Waffengeklirr, aber auch ein sehnsüchtiges Lied, das einst eine Bewohnerin von Tratzberg gesungen hat, lassen eine Zeit lebendig werden, die man heute einfach als „Geschichte“ bezeichnet. In der Waffenkammer stößt ein gepanzerter Ritter sein gewaltiges Schwert in den Boden und mit tiefer Stimme berichtet er den Besuchern von Krieg und Schlachten in schweren Zeiten.
Der prachtvolle Burghof mit den herrlichen Malereien bildet Anfang und Ende des Ausfluges in versunkene Tage. Im Souvenirladen kann man Postkarten und kleine Geschenke sowie Literatur über Schloss Tratzberg und mehr kaufen.
Das Schloss ist vom 1. April bis 31. Oktober täglich von 10 bis 16 Uhr zu besichtigen. Wer mit dem eigenen Auto kommt, fährt bis zum Parkplatz unterhalb des Schlosses Tratzberg. In einer schwachen halben Stunde erreicht man über einen schattigen Weg das Schloss. Bequemer geht es mit dem kleinen Bummelzug, der um nur einen Euro die
Gäste direkt zum Schloss fährt. Wer gerne Kultur mit Natur verbinden will, fährt mit der Bahn bis Stans, geht zur Ortsmitte und wandert dann fast eben über einen schattigen, gut ausgeschilderten Weg zum Schloss Tratzberg.
Wenn sich dann irgendwann einmal nach allem Kulturgenuss knurrend der Magen meldet, wenige Schritte vom Parkplatz erwartet der „Schlosswirt“ hungrige und durstige Gäste.
* Dehio Tirol

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Termine 2009 

Führung durch die generalsanierte Hofburg in Innsbruck

Dienstag, 13. Juli 2010, um 9.30 Uhr
Hofburg, Haupteingang

 
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