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UNSER NEUES EHRENMITGLIED: Ao.Univ.-Prof. Dr. FRANZ HEINZ
von HYE
Ein langes Berufsleben für die Wissenschaft, für
die Geschichte der Stadt Innsbruck und weit darüber hinaus,eine
auch in der Pension ungebrochen anhaltende Begeisterung für
Vorträge, Publikationen und Diskursen, das alles wäre
schon mehr als genug für das Verleihen der Ehrenmitgliedschaft
des Innsbrucker Verschönerungsvereins an Professor von
Hye. Unser Motiv zur Verleihung war aber vor allem die so
offensichtliche Liebe zu Innsbruck, zu seiner Geschichte und
das ständige Streben, diese Liebe gekonnt zu vermitteln.
Am
Dienstag, dem 16. März 2004 wurde Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz
von Hye die Verleihungsurkunde aus den Händen von Obmann
Hermann Hell entgegennehmen. Anlass dafür war die Jahreshauptversammlung
2004, die um 19.00 Uhr im Raiffeisensaal in der Innsbrucker
Adamgasse beginnt. Die wievielte Urkunde dies für Professor
von Hye sein wird, kann er wohl selbst kaum beantworten. Zu
lang ist die Reihe von Ehrungen und ehrenvollen Berufungen
in wissenschaftliche Vereinigungen und Institutionen. Als
einige wenige Beispiele seien nur die Mitgliedschaft in der
Académie Internationale d´Heraldique,
die korrespondierende Mitgliedschaft des Herold
in Berlin, der Status des wissenschaftlichen Beraters der
Genealogischheraldischen Gesellschaft Adler in
Wien.
Ausnahmsweise gilt in der Person von Professor von Hye auch
einmal der Prophet im eigenen Land.Dies beweisen zahlreiche
Auszeichnungen und Ehrungen des Landes Tirol, der Diözese
Innsbruck, des Österreichischen Arbeitskreises für
Stadtge-schichtsforschung, einiger Innsbrucker Stadtteile
sowie des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und des
Südtiroler Schützenbundes.
Professor von Hye wurde 1937 in Amras geboren, studierte in
Innsbruck Geschichte und Geographie, absolvierte eine Spe-zialausbildung
am Institut für Österreichische Geschichtsforschung
in Wien, wurde 1963 Archivar des Tiroler Landesarchivs und
schon 1969 Direktor des Innsbrucker Stadtarchivs. 1998 zog
sich Professor Hye in die Pension, keineswegs aber in einen
Zustand der Ruhe zurück.
Ein ganz besonderes Anliegen sind dem Heraldiker Franz-Heinz
von Hye die Innsbrucker Stadtteilwappen. Vierzehn hat er geschaffen
und ihre Annahme durch die Bürger beweist, dass sich
wissenschaftliche Begründung und Ästethik bei Professor
Hye bestens ergänzen. Gerade bei seiner Begeisterung
für Wappen kommt aber auch die kämpferische Natur
des gar nicht so stillen Gelehrten zum Vorschein: Dilettanten,
die ein Wappen und ein Logo nicht voneinander unterscheiden
können, müssen schon mit der einen oder anderen
hörbaren Wortmeldung des Fachmannes rechnen.
Der Innsbrucker Verschönerungsverein freut sich, dass
Univ. Prof. Franz-Heinz von Hye die Ernennung zum Ehrenmitglied
annehmen will. Zur Teilnahme daran am 16. März 2004 um
19.00 Uhr in den Raiffeisensälen in der Innsbrucker Adamgasse,
laden wir alle Mitglieder, Freunde und Interessenten herzlich
ein.
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FRÜHLING IM BOTANISCHEN GARTEN

Der Botanische Garten der Universität Innsbruck ist ein
wahres Kleinod. Er ist rund zwei Hektar gross und liegt seit
etwa hundert Jahren an einem Sonnenhang in Hötting. Den
ersten Botanischen Garten Innsbrucks gab es in der Angerzellgasse.
Einige der dort gepflanzten Bäume wurden nach Hötting
übersiedelt und gedeihen prächtig. Der Innsbrucker
Verschönerungsverein und die Leitung des Botanischen
Gartens wollen Ihnen diesen ganz besonderen Flecken Natur
näher bringen und bieten daher eine Führung für
unsere Mitglieder an:
Dr. Georg Gärtner, Universitätsprofessor am Botanischen
Institut, wird die Führung selbst übernehmen.
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EINE RUHEBANK FÜR
ANNA BODEM
Anna
Bodem, die Witwe des Tiroler Pioniers der Rettungsfliegerei,
ist 90 Jahre alt. Dieser Geburtstag war Anlass für den
Innsbrucker Verschönerungsverein, der Jubilarin eine
Ruhebank beim Mühlauer Fuchsloch zu widmen.
Eduard Bodem hat Dutzende Menschen
aus Bergnot gerettet. Sein Mittel dazu war ein kleines Flächenflugzeug,
mit dem er auch auf kleinsten Eisflächen und oft bei
fürchterlichen Wetterbedingungen landete. Seine Frau,
Anna Bodem, zitterte unzählige Male zu Hause um das Leben
ihres Mannes, der gerade unterwegs war, um andere Leben zu
retten. Eduard Bodem ist leider schon gestorben, auch an ihn
soll aber
jene Plakette an der Ruhebank erinnern,
die seine Witwe nun als ihre Bank als
Geschenk in Empfang nehmen konnte.
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EIN ERFREULICHES
LOB
Der emeritierte Universitätsprofessor
Dr. Helmut Heuberger ist in Tirol immer noch ein bekannter
Mann, obwohl er schon vor Jahrzehnten Innsbruck verlassen
hat, um in München und Salzburg Geographie zu lehren.
An Prof. Heuberger erinnern sich nicht nur seine Studen-
ten, sondern auch viele Menschen, die ihn als begeisterten
Freund der Berge kennengelernt haben. Prof. Heuberger hat
uns einen Brief geschrieben, den wir unseren Lesern mit Freude
zur Kenntnis bringen:
Gerade habe ich die letzte Nummer unseres Vereinsblattes bekommen
und mit viel Freude studiert. Weil ich schon über 80
Jahre alt bin, baue ich alljährlich Vereinsmitgliedschaften
und Zeitschriften Abonnements ab. Unser Verein wird aber nie
dabei sein, denn ich gehöre ihm nach wie vor mit Überzeugung,
viel Heimweh, Freude und Anteilnahme an.
1972 verliess ich Innsbruck, folgte einem Ruf an die Universität
München, 1980 einem Ruf an die Universität Salzburg
und hier in Salzburg haben wir ein Haus gebaut.
Seither ist Innsbruck nicht mehr mein erster Wohnsitz, den
Heimatschein habe ich aber noch und im Herzen werde ich immer
ein Innsbrucker bleiben, im Besonderen ein Saggeler.
Sie tun mit grossem Idealismus eine gute und wichtige Arbeit
und das weiss nicht nur ich zu schätzen. Wenn Sie einen
international hoch angesehenen Wissenschaftler wie Prof. Gernot
Patzelt mehrmals als Vortragenden gewinnen konnten oder einen
Gelehrten vom Kaliber eines Professors von Hye, beide haben
übrigens bei mir Geographie studiert, so zeigt das schon,
dass Ihr Einsatz etwas gilt.
Ihre Zeitschrift ist im Laufe der Zeit immer schöner
geworden und immer bringt sie uns verborgene Kostbarkeiten
und alte Zusammenhänge von Innsbruck und Umgebung nahe.
Jedes Mal freue ich mich, wenn der Briefträger uns eine
neue Nummer bringt.
Ich wollte nur, dass Sie wissen, wie dankbar und verbunden
ich dem Innsbrucker Verschönerungsverein bin.
Mit den besten Wünschen für das neue Vereinsjahr
!
em. Univ.-Prof. Dr. Helmut Heuberger.
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GEFÄHRLICHE BEGEGNUNG
Seit man nicht mehr mit dem
Rad fährt sondern sich bikend bewegt, herrscht auch auf
steilen Wanderwegen starker Verkehr. Das kommt nicht von der
Zunahme an Sportlichkeit, sondern von der besseren technischen
Ausstattung der Räder. Damit kommt man fast überall
hinauf,
wenn auch langsam. Umso schneller geht es dann bergab.
Spätestens jetzt brauchen nicht die Biker sondern die
Spaziergänger sportliches Geschick.
Es gilt, den äussersten Wegrand zu er-
reichen und Deckung im Gebüsch zu
suchen. Gewarnt wird man weniger durch Klingelzeichen als
durch ungeduldig aggressives Gebrüll der talwärts
Rasenden. Jede Widerrede ist zwecklos. Erstens geht alles
viel zu schnell und zweitens will man die Antworten ganz sicher
nicht hören. Mancher Spaziergang auf Wanderwegen wird
auf diese Art zum Überlebenstraining.
Wenn auch viele Forstwege für Biker freigegeben sind,
so gibt es doch Wege mit allgemeinem Fahrverbot, womit auch
Radfahrer gemeint sind. Die diesbezügliche Beschilderung
ist kaum zu übersehen, wird aber offensichtlich eher
als bunte Verzierung des grünen Waldes empfunden. Bestrafungen
sind selten, da der dafür notwendige Aufwand in keiner
Beziehung zu den Einnahmen stünde.
Es bleibt daher auch in diesem Fall nur übrig, an dieVernunft
und gute Erziehung zu appellieren. Mit diesemAppell ist es
leider so, dass er meist von jenen gehört und befolgt
wird, die über beides verfügen. Zumindest diesen
wünschen wir gute Fahrt.
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SCHMETTERLINGE TAG UND NACHT
Wenn es nächtens
auch noch so geisterhaft blau von der Nordkette leuchtet,
es sind keine ausser- oder überirdischen Erscheinungen.
Es sind Innsbrucker Zoologen, die auf den Bergen rund um Innsbruck
auf der Suche nach Schmetterlingen sind. Auch der Innsbrucker
Verschönerungsverein unterstützt dieses Vorhaben
vonWissenschaftlern des Landesmuseums Ferdinandeum.
Moderne
Schmetterlingsjäger sind keine Sonderlinge, die mit einem
Netz am Stiel durch die Natur streifen und letztlich alles
gefangene Getier auf kleine Nadeln spiessen. Die Zoologen
des Ferdinandeums fangen Schmetterlinge behutsam und lassen
sie nach der wissenschaftlichen Aufnahme sogar wieder frei.
Dem modernen Fang dienen heute Lichtfallen in blau und weiss,
blutrot gefärbte Schnüre und an manchen Stellen
Rauch aus Felsen. Das alles wird in den nächsten Monaten
aufmerksamen Wanderern und Beobachtern auf den Hängen
der Nordkette auffallen.
Wissenschaftlich geht es um die Veränderungen in den
Beständen von Schmetterlingen. Aufzeichnungen reichen
teilweise bis 1851 zurück und seither hat sich die Welt
verändert. Gibt es tatsächlich heute viel weniger
Schmetterlinge als einst? Wie reagieren Schmetterlinge auf
die Veränderungen der Umwelt, auf die Zersiedelung der
Landschaft, auf das Verschwinden von Futterpflanzen? Diese
und andere Fragen sollen geklärt werden,wie Projektleiter
Pe-
ter Huemer von den Naturwissenschaftlichen Sammlungen des
Ferdinandeums hofft. Erwartet werden rund 1000 verschiedene
Arten.
Unterstützt wird die Studie von der Stadt Innsbruck (VzBM
DI Eugen Sprenger), vom
Innsbrucker Stadtarchiv (DDr.Lukas Morscher) und vom Innsbrucker
Verschönerungsverein.
Wir werden über den Verlauf der wissenschaftlichen Arbeiten
und Er-
kenntnisse laufend berichten.
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WANDERTIPP: VON RANGGEN
ÜBER VÖLSERGASSE UND ITZELRANGGEN ZURÜCK ZUM
AUSGANGSPUNKT
Ausgangsort u. -ziel: Wanderskizze
Ranggen 826m
Zielort: Herzsee 812 m
Höhenunterschied: 220
m
Wanderzeit: 3,5 Stunden
Weglänge: 9 km
Einkehr: Gutleben Hofschank
Von der Endhaltestelle des Busses in Ranggen gehen wir rechts
die Hauptstraße bergauf und stoßen nach 15 Minuten
auf den beschilderten Peter-Anich-Weg, der hier
ca. 1,5 km auf der wenig befahrenen Straße nach Oberperfuss
verläuft. Sehr schöne Aussicht über die RanggerWiesen
hinweg auf das gegenüberliegende Karwendelgebirge mit
dem Großen Solstein.
Vor den Häusern von Völsesgasse biegt links ein
gepflegter und mit Ruhebänken versehener Wanderweg ab.
Dieser geht fast 2 km am Waldrand entlang und biegt dann links
talwärts zum Rettenbach ab. Bevor wir jedoch denTalweg
benutzen sollten wir noch einen Blick über die gepflegten
Felder nach Oberperfuss und die dahinterliegenden Kalkkögel
werfen. Oberperfuss ist die Heimat des berühmten Tiroler
Karthographen Peter Anich, der für die Kaiserin Maria
Theresia die erste Landesaufnahme erstellte (Museum im Ort).
Nachdem wir auf dem schattigen Waldweg ca. 80 Höhenmeter
insTal gewandert sind, geht es fast genau gegenüber auf
einem Fahrweg oberhalb einer Sandgrube hinauf nach Itzlranggen.
Hier folgen wir nach rechts einem Wegweiser zur Gutleben
Hofschank mit windstiller Terrasse. Mit einer preiswerten
Jause mit hausgemachtem Speck, Käse, Würsten und
Kuchen sowie Säften, Most und Schnäpsen kann man
hier gut leben. (Geöffnet: freitags 1622 Uhr und
sonntags 1317 Uhr. Telefon: 05232/81787)

Nach der Stärkung kann zur Verdauung ein kurzer Stichweg
nach Osten in den schönen Wald beim Aichberg empfohlen
werden.
Für unseren Rundweg gehen wir aber auf dem Fahrweg ca.
1 km in Richtung Ranggen und biegen bei einem Stadl nach rechts
ab. Am Wegkreuz beginnt der Hubertusweg, ein schöner
erst leicht bergab durch Wald führender und dann wieder
ansteigender Weg direkt zurück nach Ranggen. Wer schon
müde ist vom Wandern und Einkehren, kann auch den Fahrweg
geradeaus an einer schönen, gerade erst renovierten Kapelle
in 10 Minuten ins Ortszentrum zurückgehen.
Beim Warten auf den Bus sollten Sie noch einen Blick in die
saalartige 1775 errichtete Kirche tun, denn die Deckenfresken,
die Statuen und auch der schöne Hochaltar stammen noch
aus der Zeit dieses Neubaus der Pfarrkirche zum Heiligen Magnus.
Text und Karte: Ing. Rolf Opitz;
Wanderskizze
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