Startseite Kontakt Vorstand Ehrentafel Wandertipps Archiv
Mitglieder werben

Du gehst den Weg,
sitzt auf der Bank,
so werde Mitglied
auch zum Dank!







Bankverbindung:
Blz 57000
KtNr. 30053133875
bei der
Hypo Tirol Bank


©2009
rundum.com

Beiträge aus dem Mitteilungsblatt Sommer 2004

UNSER VEREIN

In seiner nun 123jährigen Geschichte hat der Innsbrucker Verschönerungsverein niemals Mahnschreiben wegen nicht bezahlter Mitgliedsbeiträge versandt. Wir wollen und werden dies auch in Zukunft nicht tun. Was wir aber bei Durchsicht unserer Aufzeichnungen feststellen müssen ist, dass die Zahlungsmoral in den letzten Jahren immer schlechter wird. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass die Geldbörse nicht mehr so locker sitzt wie noch vor einem Jahrzehnt, dies ist aber nicht der einzige Grund.

Einer dieser anderen Gründe ist die Tatsache, dass der Mensch der Leistungsgesellschaft erwartet, für sein Geld auch unmittelbar etwas geboten zu bekommen. Das zeigtdie Geschichte der alten Buchklubs, die es heute kaum noch gibt. Man zahlte einen Mitgliedsbeitrag, bekam das Klubprogramm zugeschickt, konnte wochenlang auswählen und wenn einem nichts einfiel, kam der Vorschlagsband mit der Post. Heute bestellt man über Internet, das Buch ist in drei Tagen da und der Preis wird über Kreditkarte abgebucht. Das ist bequem und Geld und Leistung stehen in unmittelbarem Zusammenhang.

Die Leistungen des Innsbrucker Verschönerungsvereins sind weniger greifbar und weniger unmittelbar. Wir bieten zwar Veranstaltungen, Vorträge und Diskussionsmöglichkeiten, wir drucken eine eigene Vereinszeitschrift, die Basisarbeit aber, wie das Pflegen der Wanderwege, gilt als Selbstverständlichkeit, als Arbeit im Hintergrund sozusagen.Wir kümmern uns um Kleindenkmäler, wir sorgen für Restaurierungen,wir haben sogar eine Brücke gebaut. Das alles kostet nicht nur Geld, sondern dahinter stecken auch viele Stunden ehrenamtlicher Funktionärstätigkeit.

Auch diesem Mitteilungsblatt liegt wieder ein Erlagschein bei. Wir danken allen, die ihrenBeitrag für 2004 schon geleistet haben und wir bitten alle anderen, auch heuer wieder 15Euro in den Innsbrucker Verschönerungsverein zu investieren. Eine schönere Stadt können wir Ihnen dafür nicht ins Haus schicken. Sobald Sie aber mit offenen Augen durch Innsbruck gehen, werden Sie erkennen, dass Ihr Geld gutangelegt ist. Schon jetzt vielen Dank!

Hermann Hell,
Obmann des Innsbrucker Verschönerungsvereins.

 
weitere aktuelle Themen:


UNSER NEUES EHRENMITGLIED: Ao.Univ.-Prof. Dr. FRANZ HEINZ
von HYE


Ein langes Berufsleben für die Wissenschaft, für die Geschichte der Stadt Innsbruck und weit darüber hinaus,eine auch in der Pension ungebrochen anhaltende Begeisterung für Vorträge, Publikationen und Diskursen, das alles wäre schon mehr als genug für das Verleihen der Ehrenmitgliedschaft des Innsbrucker Verschönerungsvereins an Professor von Hye. Unser Motiv zur Verleihung war aber vor allem die so offensichtliche Liebe zu Innsbruck, zu seiner Geschichte und das ständige Streben, diese Liebe gekonnt zu vermitteln.

Am Dienstag, dem 16. März 2004 wurde Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz von Hye die Verleihungsurkunde aus den Händen von Obmann Hermann Hell entgegennehmen. Anlass dafür war die Jahreshauptversammlung 2004, die um 19.00 Uhr im Raiffeisensaal in der Innsbrucker Adamgasse beginnt. Die wievielte Urkunde dies für Professor von Hye sein wird, kann er wohl selbst kaum beantworten. Zu lang ist die Reihe von Ehrungen und ehrenvollen Berufungen in wissenschaftliche Vereinigungen und Institutionen. Als einige wenige Beispiele seien nur die Mitgliedschaft in der „Académie Internationale d´Heraldique“, die korrespondierende Mitgliedschaft des „Herold“ in Berlin, der Status des wissenschaftlichen Beraters der Genealogischheraldischen Gesellschaft „Adler“ in Wien.

Ausnahmsweise gilt in der Person von Professor von Hye auch einmal der Prophet im eigenen Land.Dies beweisen zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen des Landes Tirol, der Diözese Innsbruck, des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtge-schichtsforschung, einiger Innsbrucker Stadtteile sowie des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und des Südtiroler Schützenbundes.

Professor von Hye wurde 1937 in Amras geboren, studierte in Innsbruck Geschichte und Geographie, absolvierte eine Spe-zialausbildung am „Institut für Österreichische Geschichtsforschung“ in Wien, wurde 1963 Archivar des Tiroler Landesarchivs und schon 1969 Direktor des Innsbrucker Stadtarchivs. 1998 zog sich Professor Hye in die Pension, keineswegs aber in einen Zustand der Ruhe zurück.

Ein ganz besonderes Anliegen sind dem Heraldiker Franz-Heinz von Hye die Innsbrucker Stadtteilwappen. Vierzehn hat er geschaffen und ihre Annahme durch die Bürger beweist, dass sich wissenschaftliche Begründung und Ästethik bei Professor Hye bestens ergänzen. Gerade bei seiner Begeisterung für Wappen kommt aber auch die kämpferische Natur des gar nicht so stillen Gelehrten zum Vorschein: Dilettanten, die ein Wappen und ein Logo nicht voneinander unterscheiden können, müssen schon mit der einen oder anderen hörbaren Wortmeldung des Fachmannes rechnen.

Der Innsbrucker Verschönerungsverein freut sich, dass Univ. Prof. Franz-Heinz von Hye die Ernennung zum Ehrenmitglied annehmen will. Zur Teilnahme daran am 16. März 2004 um 19.00 Uhr in den Raiffeisensälen in der Innsbrucker Adamgasse, laden wir alle Mitglieder, Freunde und Interessenten herzlich ein.



[Übersicht]

 



FRÜHLING IM BOTANISCHEN GARTEN



Der Botanische Garten der Universität Innsbruck ist ein wahres Kleinod. Er ist rund zwei Hektar gross und liegt seit etwa hundert Jahren an einem Sonnenhang in Hötting. Den ersten Botanischen Garten Innsbrucks gab es in der Angerzellgasse. Einige der dort gepflanzten Bäume wurden nach Hötting übersiedelt und gedeihen prächtig. Der Innsbrucker Verschönerungsverein und die Leitung des Botanischen Gartens wollen Ihnen diesen ganz besonderen Flecken Natur näher bringen und bieten daher eine Führung für unsere Mitglieder an:
Dr. Georg Gärtner, Universitätsprofessor am Botanischen Institut, wird die Führung selbst übernehmen.



[Übersicht]

 

EINE RUHEBANK FÜR ANNA BODEM


Anna Bodem, die Witwe des Tiroler Pioniers der Rettungsfliegerei, ist 90 Jahre alt. Dieser Geburtstag war Anlass für den Innsbrucker Verschönerungsverein, der Jubilarin eine Ruhebank beim Mühlauer Fuchsloch zu widmen.

Eduard Bodem hat Dutzende Menschen
aus Bergnot gerettet. Sein Mittel dazu war ein kleines Flächenflugzeug, mit dem er auch auf kleinsten Eisflächen und oft bei fürchterlichen Wetterbedingungen landete. Seine Frau, Anna Bodem, zitterte unzählige Male zu Hause um das Leben ihres Mannes, der gerade unterwegs war, um andere Leben zu retten. Eduard Bodem ist leider schon gestorben, auch an ihn soll aber
jene Plakette an der Ruhebank erinnern,
die seine Witwe nun als „ihre“ Bank als
Geschenk in Empfang nehmen konnte.


[Übersicht]




EIN ERFREULICHES LOB

Der emeritierte Universitätsprofessor Dr. Helmut Heuberger ist in Tirol immer noch ein bekannter Mann, obwohl er schon vor Jahrzehnten Innsbruck verlassen hat, um in München und Salzburg Geographie zu lehren. An Prof. Heuberger erinnern sich nicht nur seine Studen-
ten, sondern auch viele Menschen, die ihn als begeisterten Freund der Berge kennengelernt haben. Prof. Heuberger hat uns einen Brief geschrieben, den wir unseren Lesern mit Freude zur Kenntnis bringen:

Gerade habe ich die letzte Nummer unseres Vereinsblattes bekommen und mit viel Freude studiert. Weil ich schon über 80 Jahre alt bin, baue ich alljährlich Vereinsmitgliedschaften und Zeitschriften Abonnements ab. Unser Verein wird aber nie dabei sein, denn ich gehöre ihm nach wie vor mit Überzeugung, viel Heimweh, Freude und Anteilnahme an.
1972 verliess ich Innsbruck, folgte einem Ruf an die Universität München, 1980 einem Ruf an die Universität Salzburg und hier in Salzburg haben wir ein Haus gebaut.
Seither ist Innsbruck nicht mehr mein erster Wohnsitz, den Heimatschein habe ich aber noch und im Herzen werde ich
immer ein Innsbrucker bleiben, im Besonderen ein Saggeler.
Sie tun mit grossem Idealismus eine gute und wichtige Arbeit und das weiss nicht nur ich zu schätzen. Wenn Sie einen international hoch angesehenen Wissenschaftler wie Prof. Gernot Patzelt mehrmals als Vortragenden gewinnen konnten oder einen Gelehrten vom Kaliber eines Professors von Hye, beide haben übrigens bei mir Geographie studiert, so zeigt das schon,
dass Ihr Einsatz etwas gilt.
Ihre Zeitschrift ist im Laufe der Zeit immer schöner geworden und immer bringt sie uns verborgene Kostbarkeiten und alte Zusammenhänge von Innsbruck und Umgebung nahe. Jedes Mal freue ich mich, wenn der Briefträger uns eine neue Nummer bringt.
Ich wollte nur, dass Sie wissen, wie dankbar und verbunden ich dem Innsbrucker Verschönerungsverein bin.

Mit den besten Wünschen für das neue Vereinsjahr !
em. Univ.-Prof. Dr. Helmut Heuberger.

[Übersicht]


 

GEFÄHRLICHE BEGEGNUNG


Seit man nicht mehr mit dem Rad fährt sondern sich bikend bewegt, herrscht auch auf steilen Wanderwegen starker Verkehr. Das kommt nicht von der Zunahme an Sportlichkeit, sondern von der besseren technischen Ausstattung der Räder. Damit kommt man fast überall hinauf,
wenn auch langsam. Umso schneller geht es dann bergab.

Spätestens jetzt brauchen nicht die Biker sondern die Spaziergänger sportliches Geschick.
Es gilt, den äussersten Wegrand zu er-
reichen und Deckung im Gebüsch zu
suchen. Gewarnt wird man weniger durch Klingelzeichen als durch ungeduldig aggressives Gebrüll der talwärts Rasenden. Jede Widerrede ist zwecklos. Erstens geht alles viel zu schnell und zweitens will man die Antworten ganz sicher nicht hören. Mancher Spaziergang auf Wanderwegen wird auf diese Art zum Überlebenstraining.
Wenn auch viele Forstwege für Biker freigegeben sind, so gibt es doch Wege mit allgemeinem Fahrverbot, womit auch Radfahrer gemeint sind. Die diesbezügliche Beschilderung ist kaum zu übersehen, wird aber offensichtlich eher als bunte Verzierung des grünen Waldes empfunden. Bestrafungen sind selten, da der dafür notwendige Aufwand in keiner
Beziehung zu den Einnahmen stünde.
Es bleibt daher auch in diesem Fall nur übrig, an dieVernunft und gute Erziehung zu appellieren. Mit diesemAppell ist es leider so, dass er meist von jenen gehört und befolgt wird, die über beides verfügen. Zumindest diesen wünschen wir gute Fahrt.



[Übersicht]




SCHMETTERLINGE TAG UND NACHT

Wenn es nächtens auch noch so geisterhaft blau von der Nordkette leuchtet, es sind keine ausser- oder überirdischen Erscheinungen. Es sind Innsbrucker Zoologen, die auf den Bergen rund um Innsbruck auf der Suche nach Schmetterlingen sind. Auch der Innsbrucker
Verschönerungsverein unterstützt dieses Vorhaben vonWissenschaftlern des Landesmuseums Ferdinandeum.

Moderne Schmetterlingsjäger sind keine Sonderlinge, die mit einem Netz am Stiel durch die Natur streifen und letztlich alles gefangene Getier auf kleine Nadeln spiessen. Die Zoologen des Ferdinandeums fangen Schmetterlinge behutsam und lassen sie nach der wissenschaftlichen Aufnahme sogar wieder frei. Dem modernen Fang dienen heute Lichtfallen in blau und weiss, blutrot gefärbte Schnüre und an manchen Stellen Rauch aus Felsen. Das alles wird in den nächsten Monaten aufmerksamen Wanderern und Beobachtern auf den Hängen der Nordkette auffallen.

Wissenschaftlich geht es um die Veränderungen in den Beständen von Schmetterlingen. Aufzeichnungen reichen teilweise bis 1851 zurück und seither hat sich die Welt verändert. Gibt es tatsächlich heute viel weniger Schmetterlinge als einst? Wie reagieren Schmetterlinge auf die Veränderungen der Umwelt, auf die Zersiedelung der Landschaft, auf das Verschwinden von Futterpflanzen? Diese und andere Fragen sollen geklärt werden,wie Projektleiter Pe-
ter Huemer von den Naturwissenschaftlichen Sammlungen des Ferdinandeums hofft. Erwartet werden rund 1000 verschiedene Arten.

Unterstützt wird die Studie von der Stadt Innsbruck (VzBM DI Eugen Sprenger), vom
Innsbrucker Stadtarchiv (DDr.Lukas Morscher) und vom Innsbrucker Verschönerungsverein.
Wir werden über den Verlauf der wissenschaftlichen Arbeiten und Er-
kenntnisse laufend berichten.



[Übersicht]


 

WANDERTIPP: VON RANGGEN ÜBER VÖLSERGASSE UND ITZELRANGGEN ZURÜCK ZUM AUSGANGSPUNKT


Ausgangsort u. -ziel: Wanderskizze
Ranggen 826m
Zielort: Herzsee 812 m
Höhenunterschied: 220 m
Wanderzeit: 3,5 Stunden
Weglänge: 9 km
Einkehr: Gutleben Hofschank

Von der Endhaltestelle des Busses in Ranggen gehen wir rechts die Hauptstraße bergauf und stoßen nach 15 Minuten auf den beschilderten „Peter-Anich-Weg“, der hier ca. 1,5 km auf der wenig befahrenen Straße nach Oberperfuss verläuft. Sehr schöne Aussicht über die RanggerWiesen hinweg auf das gegenüberliegende Karwendelgebirge mit dem Großen Solstein.

Vor den Häusern von Völsesgasse biegt links ein gepflegter und mit Ruhebänken versehener Wanderweg ab. Dieser geht fast 2 km am Waldrand entlang und biegt dann links talwärts zum Rettenbach ab. Bevor wir jedoch denTalweg benutzen sollten wir noch einen Blick über die gepflegten Felder nach Oberperfuss und die dahinterliegenden Kalkkögel werfen. Oberperfuss ist die Heimat des berühmten Tiroler Karthographen Peter Anich, der für die Kaiserin Maria Theresia die erste Landesaufnahme erstellte (Museum im Ort).

Nachdem wir auf dem schattigen Waldweg ca. 80 Höhenmeter insTal gewandert sind, geht es fast genau gegenüber auf einem Fahrweg oberhalb einer Sandgrube hinauf nach Itzlranggen. Hier folgen wir nach rechts einem Wegweiser zur „Gutleben Hofschank“ mit windstiller Terrasse. Mit einer preiswerten Jause mit hausgemachtem Speck, Käse, Würsten und Kuchen sowie Säften, Most und Schnäpsen kann man hier gut leben. (Geöffnet: freitags 16–22 Uhr und sonntags 13–17 Uhr. Telefon: 05232/81787)



Nach der Stärkung kann zur Verdauung ein kurzer Stichweg nach Osten in den schönen Wald beim Aichberg empfohlen werden.
Für unseren Rundweg gehen wir aber auf dem Fahrweg ca. 1 km in Richtung Ranggen und biegen bei einem Stadl nach rechts ab. Am Wegkreuz beginnt der Hubertusweg, ein schöner erst leicht bergab durch Wald führender und dann wieder ansteigender Weg direkt zurück nach Ranggen. Wer schon müde ist vom Wandern und Einkehren, kann auch den Fahrweg geradeaus an einer schönen, gerade erst renovierten Kapelle in 10 Minuten ins Ortszentrum zurückgehen.

Beim Warten auf den Bus sollten Sie noch einen Blick in die saalartige 1775 errichtete Kirche tun, denn die Deckenfresken, die Statuen und auch der schöne Hochaltar stammen noch aus der Zeit dieses Neubaus der Pfarrkirche zum Heiligen Magnus.

Text und Karte: Ing. Rolf Opitz;

Wanderskizze

[Übersicht]

 

[startseite] [kontakt] [vorstand] [ehrentafel] [wandertipps] [archiv] [mitglieder werben]
Termine 2009 

Führung durch die generalsanierte Hofburg in Innsbruck

Dienstag, 13. Juli 2010, um 9.30 Uhr
Hofburg, Haupteingang

 
aktuelle Aussendung
sollten Sie noch kein Exemplar des aktuellen Mitteilungsblattes erhalten haben, können Sie es hier nachbestellen.