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Beiträge aus dem Mitteilungsblatt Herbst 2004

NOCH MEHR SICHERHEIT

Innsbrucks Wanderwege sind noch sicherer geworden.
Dank einer Kooperation des Innsbrucker Verschönerungs-vereins mit der Hundestaffel des Roten Kreuzes Innsbruck
sind auf unseren Wegen nun ausgebildete Rettungshunde
mit ihren Führern unterwegs.

Innsbrucks Wanderwege sind sicher. Dies gilt sowohl für ihren Zustand wie auch für etwaige Kriminalität.

Während gegen die Restgefahren im freien Gelände nur die eigene Vorsicht und Umsicht helfen, so wirkt gegen die Kriminalität vor allem die Tatsache, dass die Wege nie ganz verlassen und einsam sind.
Nun hat die Hundestaffel des Roten Kreuzes in Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Verschönerungsverein eine weitere Initiative gesetzt. Hundeführer und ihre Tiere gehen unsere Wege ab. Dies bringt neben weiterer Präsenz auch den Vorteil, dass bei einem Unfall sofort sachkundige erste Hilfe geleistet werden kann und dass ein ausgebildeter
Hund zur Verfügung steht, wenn es gilt,Verletzte im Gelände aufzuspüren.

Alle Beteiligten hoffen,dass ein solcher Ernstfall nicht eintreten sollte, unsere Wanderer können aber darauf zählen, dass wir und unsere Partner alles tun, um größtmögliche Si-cherheit zu bieten.

 
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LOB UND DANK


Ohne private Initiative kann eine Stadt weder wachsen, noch schön werden, geschweige denn schön bleiben. Eine solche Initiative hat nun Herr Helmut Tschaupp in der Höttinger Dorfgasse gesetzt. Eine kleine Kapelle an einer
Wegkreuzung wurde vorbildlich renoviert und ist nun wieder in bestem Zustand.
Es ist uns ein Anliegen, Herrn Tschaupp für diese Initiative ganz herzlich zu danken. Eine frühere Renovierung hatte 1996 schon der Innsbrucker Verschönerungsverein vorgenommen.
Das Gartenamt Innsbruck hat nun auch Pflanzenkübel aufgestellt, um das Verparken der kleinen Kapelle zu verhindern.

Es werden zwar täglich Beschwerden und Wünsche an uns herangetragen und wir kümmern uns auch darum, es ist aber eine große und bewundernswerte Ausnahme, dass jemand selbst initiativ wird und unsere Arbeit auf diese Weise unterstützt.

Wir machen auch andere Erfahrungen. Bestes Beispiel dafür sind Ruhebänke. Wenn eine von unseren rund 700 Bänken zerkratzt, zerstört oder auch gestohlen wird, was gar nicht selten vorkommt, dann werden unsere Arbeiter an den Wegen sofort darauf angesprochen und auch an unser Büro ergeht gleich mehrfach die Aufforderung, doch hier und dort für eine Erneuerung zu sorgen. In den meisten Fällen stellt sich heraus, dass dies jene am vehementesten verlangen, die weder Mitglied des Innsbrucker Verschönerungsvereins sind, geschweige denn selbst eine Ruhebank gespendet haben oder spenden wollen.

Wir reagieren trotzdem auf die meisten dieser Wünsche, wir fänden es aber doch schön, wenn unsere Arbeit wenigstens durch das kleine Engagement einer Mitgliedschaft anerkannt würde.Wie wohltuend ist dagegen die private Initiative in der Dorfgasse in Hötting.
Wir sagen Lob und Dank.



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GRENZSTEINE IN EINER ÖKONOMISCHEN WELT

Durch Jahrtausende haben Menschen immer wieder ihr Leben und ihre religiösen Vorstellungen in Felsen geritzt, auf Höhlenwände gemalt
oder in kleinen Skulpturen verewigt. Diese Tradition ist nie erloschen. In den alpinen Gegenden sind es besonders Bildstöcke, Marterln, Wegkreuze
und kleine Kapellen, die die Volksfrömmigkeit dokumentieren. Dass sie auch heute, in dieser so rationalen Welt nicht verschwinden, ist das Verdienst vieler einzelner Menschen und vieler Vereine. Einer davon ist der Innsbruk-ker Verschönerungsverein. Der Bischof von Innsbruck, Manfred Scheuer, hat uns zu diesem Thema einen Gastartikel geschrieben:

Das Gedächtnis gehört entscheidend zur Identität eines einzelnen und auch zum Selbstbewusstsein einer Gemeinschaft und eines Volkes. Gedächtnisschwund kann so weit führen, dass ein Mensch von seiner Ver-gangenheit wie abgeschnitten ist: Er weiß nicht mehr, wer er ist. In Kriegen wurden bewusst Bibliotheken, Museen, Kunstwerke, Denkmäler und Einrichtungen zerstört, auf die ein Volk stolz war. Die Verdammung aus
dem Gedächtnis war ein Mittel der Sieger und Herrscher, um Feinde, Konkurrenten und Opfer mit letzter Verachtung zu treffen.

In alpinen Gegenden sind es Bildstöcke, Marterln, Wegkreuze und kleine Kapellen, in denen sich das Gedächtnis der Menschen, auch und gerade der einfachen Leute, dokumentiert.
Sie sind Zeugnisse des Glaubens,der liebenden Erinnerung, der Sinnsuche von Generationen.

Wer mit offenen Augen durch das Land und durch die Stadt geht, kann sie nicht übersehen. Es sind hunderte "Kleindenkmäler", die an Wegen, an Waldrändern, bei Bauernhöfen und auch in der Stadt an schmerzliche,
existenziell tiefgehende Ereignisse erinnern. Sie sind aber auch Zeugnisse dafür, dass der Mensch mehr ist als ein funktionierender Produktionsfaktor, dass es im Leben mehr gibt als ökonomische Zwänge, mehr als die
Geschäftigkeit des Alltags. Dies kann ein Kreuz sein, das zum Gedenken an jenen mahnt, der für uns an einem Holzbalken einen einsamen Tod gestorben ist, das kann auch ein Andenken an einen Menschen sein,
den ein Unglück aus dem Leben gerissen hat.
Säulen und Kapellen erinnern auch an große Schicksalsschläge wie Pest und Krieg.

Die meisten dieser Kleindenkmäler sind nicht als organisierte, durchgeplante Bauvorhaben entstanden. Sie sind das Werk einzelner Menschen, sie entstammen der Initiative ganzer Familien oder dörflicher Gemeinschaften.
In ihnen drückt sich schlichte Volksfrömmigkeit aus, sie kümmern sich wenig um reine Stile der Stilepochen, meist wurden nicht prominente Künstler engagiert. Und doch sind sie wertvoll und zwar in mehrfacher Hinsicht: Sie zeigen uns, dass Menschen immer schon über den jeweiligen Tag hinaus
gedacht haben und sie setzen Grenzsteine in einer Welt, deren Alltag derzeit wenig Raum für Momente des Innehaltens und des seelischen
Durchatmens lässt. Bildstöcke, Marterln, Wegkreuze und Kapellen beweisen
schon allein durch ihre Existenz, dass es immer noch und immer wieder Menschen gibt, die Gedanken, Zeit, Mühe und Geld in ihre Erhaltung investieren.
Dass sie auch in unserer rationalen und ökonomisch orientierten Welt nicht verschwinden, ist der Verdienst vieler einzelner Menschen und vieler Vereine. Einer davon ist derInnsbrucker Verschönerungsverein. Es sind
Menschen, die ein liebendes Gedächtnis und eine Kultur der Erinnerung wahren wollen.
"Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung" (Franz Rosenzweig). Es sind Menschen mit einer Liebe zum Detail, die aus der Gewissheit heraus leben, dass eine Welt mit noch so vollkommener Architektur aus Beton, Stahl und Glas noch lange nicht vollkommen wäre.

Der Innsbrucker Verschönerungsverein engagiert sich im Erhalten solcher Kleinode. Nur zwei Beispiele dafür sind der alte Pestfriedhof an der Innsbrucker Höhenstraße und nun die Maria-Hilf-Kapelle in Arzl. Dem Verein,
seinen Mitgliedern und Freunden werden dies auch noch kommende Generationen danken.

Dr. Manfred Scheuer
Bischof von Innsbruck.



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IM GLASHAUS


Es waren einige hochinteressante Stunden, die rund 25 unserer Mitglieder und Gäste im Juni in den Glashäusern des Botanischen Instituts der Universität Innsbruck verbringen konnten. Univ.-Prof. Dr. Georg Gärtner hat die Führung gestaltet und konnte seine persönliche Begeisterung für alles was da grünt und blüht ansteckend und fesselnd vermitteln.
Vielen Dank!

Das Interesse an der Führung hat uns darin
bestärkt, weiterhin Führungen und kleine Exkursionen zu attraktiven Objekten unserer Stadt zu organisieren. Wenn Sie selbst Anregungen und Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an unser Büro.


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RENOVIERUNG DER MARIA HILF-KAPELLE

Die Renovierung der Maria Hilf-Kapelle in Arzl macht Fortschritte. Wie schon in unserem letzten Heft berichtet, erinnert die kleine Kapelle über der Straße viele Innsbrucker an die traurige Kriegszeit, als sie hier um die
Rückkehr ihrer Väter, Männer und Söhne sowie um den Schutz vor Bombenschäden gebetet haben. Für die Renovierung bitten wir
nun um Ihre Hilfe.
Dieser Ausgabe unseres Mitteilungsheftes liegt ein Erlagschein bei, mit dem wir Sie um einen Beitrag zu dem doch recht großen Vorhaben bitten. Sowohl die Stadt Innsbruck wie das Land Tirol haben bereits geholfen und wollen dies je nach ihren Möglichkeiten auch weiterhin tun, ohne Hilfe unserer Mitglieder und Freunde kann das Werk aber nicht gelingen.
Die Kosten für die Außenarbeiten, die Trockenlegung sowie für Spengler- und Dachdeckerarbeiten sind bereits aufgebracht, an größeren Arbeiten bleiben aber noch die Renovierung des Kapellengitters, das Reinigen
des Altars und der Holzboden zu finanzieren.
Dafür bitten wir um Spenden und freuen uns über noch so kleine Beiträge. Schon jetzt herzlichen Dank!

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UNSER 2000. MITGLIED: LR DR. ELISABETH ZANON


Aus Anlass der Renovierung zur Maria Hilf-Kapelle in Arzl hatte Obmann Hermann Hell Gelegenheit, mit Frau Landesrat Dr. Elisabeth Zanon ein Gespräch zu führen. Nicht nur, dass dabei die Landesrätin ihre Hilfe zur Unterstützung des Vorhabens zusagte, sie wurde auch spontan Mitglied des Innsbrucker Verschönerungsvereins und stiftete eine Ruhebank.

Frau Landesrat Dr. Zanon hatte den Zeitpunkt des Beitritts optimal gewählt, denn sie bekam die Mitgliedsnummer 2000. Entsprechend beeilt haben wir uns dann auch, die gestiftete Ruhebank am Weg zur Enzianhütte aufzustellen. Vielen Dank Frau L
andesrat!

Trotz ständig vollem Terminkalender will Frau Landesrat Zanon ab und zu die Ruhe auf der von ihr gestifteten Ruhebank geniessen. Wir wünschen Ihr, dass sie dazu möglichst oft Gelegenheit hat.



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DIE "HEILIGE" VON ST. NIKOLAUS

Bis 1789 gab es in St.Nikolaus ein Leprosenhaus. Es lag an der St.Nikolausgasse zwischen dem dortigen Friedhof und dem Haus Nr.33. Die älteste Nachricht darüber stammt aus dem Jahr 1313 und besagt,dass per Verfügung des Innsbrucker Stadtrates dieses "Siechenhaus" nur Innsbruckern zur Verfügung stehen sollte. Wenig später, nämlich 1333, wird dieses Haus ausdrücklich als Anstalt der "Sondersiechen",
das heißt Leprakranken bezeichnet und damit deutlich vom Stadtspital zum Hl.Geist unterschieden.
Die Betreuung der Kranken oblag einer Bruderschaft, die sich zu diesem
Zweck zusammengeschlossen hatte.

Heute erinnert fast nichts mehr an diese soziale Einrichtung. Nur im malerischen Friedhof von St.Ni-kolaus findet man einen versteckten Hinweis. An
einem Strebepfeiler des südlichen Querschiffes ist
eine Marmortafel angebracht. Ihre Inschrift erin-nert an die erste Betreuerin des Siechenhauses, an die aus Wilten stammende "Siechenmutter" Margarethe Huber.

Diese "gottselige Jungfrau" habe ihr Leben im Dienste der Kranken und Armen verbracht und sei im Rufe der Heiligkeit verstorben.

Margarethe Hubers Grab soll bei Gelegenheit von
Umbauten 1662 geöffnet worden sein. Wundersamerweise habe man den Körper unverwest und mit frischen Rosen geschmückt aufgefunden. Aus Angst vor zu viel öffentlichem Aufsehen habe man, so berichtet die Tafel weiter, Margarethes Leichnam wieder in ihr Grab gelegt. Späteres Nachsuchen im Jahre 1792 ist erfolglos geblieben und so erinnern an Margarethe Huber
nur eine Marmortafel und eine fromme Legende.
Mag. Dr. Gertraud Donke.



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PRADL: SEIT HUNDERT JAHREN EIN STADTTEIL VON INNSBRUCK


1904 wurden die damals noch selbständigen Gemeinden Wilten und Pradl zu Stadtteilen von Innsbruck. Univ.-Prof. Franz-Heinz von Hye setzt sich in dieser Fortsetzung unserer Stadtteilserie mit der Geschichte Pradls auseinander.
Gemeinsamkeiten zwischen Pradl und Innsbruck setzten schon lange vor der selbstgewählten
Eingemeindung in die Landeshauptstadt vor 100 Jahren ein. Am Anfang stand selbstverständlich die Verbindung beider Orte durch die alte Sillbrücke.
Über diese Brücke rollten nicht nur die einstigen Fuhrwerke und auf ihr hallte nicht nur das Trappeln der höfischen Pferde auf ihrem Weg von Innsbruck nach Schloss Ambras, über diese Brücke führte auch spätestens seit 1654, also nachweisbar seit 350 Jahren, Inns-brucks erste Wasserleitung nach Pradl. Konkret handelte es sich dabei um einen Nebenast des um 1594 angelegten Mühlauer Hofbrunnengeleites.

Das Wasser kam vom Wurm- bzw. Mühlauer Klammbach, floss zur Innsbrucker Hofburg und ihren Nebenbauten und versorgte auch das Regelhaus, das Servitinnenkloster, an der Stelle der heutigen SOWI.
Die 1796 angelegte älteste Trinkwasserkarte von Innsbruck verzeichnet in Pradl bereits ei
nige Brunnen bei einem ehemaligen "Bier-Würth" bei der alten Sillbrücke, beim "Winkl-Würth", dem heutigen Goldenen Winkel, beim Lodronischen Hof und zwei öffentliche Brunnen, einer an der unteren Prad-ler Straße und den "Pradler Gemeins-Brunnen" vor der alten Pradler Kirche, also vor der heutigen Leitgeb-Turnhalle.

Die in Aussicht genommene Versorgung mit dem qualitativ optimalen Trinkwasser aus der ersten städtischen Hochdruck-Quellwasserleitung
aus der Mühlauer Klamm 1887/91, war auch ein wesentliches Argument, welches die Vertreter der Fraktion Pradl, Gemeinde Amras, dazu bewogen, der seit 1902 verhandelten Eingemeindung von Pradl nach Innsbruck ihre Zustimmung zu geben.



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NEUER WEG AM PURNHOF

Einige unserer Mitglieder haben uns in den letzten Wochen angerufen und geschrieben, da sie gegen die Sperre des Wiesenweges beim Purnhof auf dem Weg zum Rechenhof protestieren wollten. Sie vermuteten ein ei-genmächtiges Vorgehen des Besitzers und eine Einschränkung alter, erwanderter Rechte. Dem ist aber nicht so.

Es liegt kein unfreundlicher oder gar illegaler Versuch vor, den Wanderern den Spaziergang zum Rechenhof zu vermiesen. Es geht um eine neue Gestaltung des Durchgangsrechtes, zu der die Stadt Innsbruck mit dem Eigentümer nun mehrere Verträge abgeschlossen hat.

Es war dem Eigentümer ein verständliches Anliegen, dass das unbestritten vorhandene Durchgangsrecht nicht weiterhin durch die Felder und direkt am Hof vorbeiführt. Der neu verhandelte Weg führt nun im Norden an der Feldgrenze entlang, wo ein öffentlicher Weg besteht und erst im Westen wieder über die Grundflächen des Purnhofes. Es sind keine Nachteile in Bezug auf Weglänge, Steigung oder Aussicht zu erkennen. Im Gegenteil,
die Aussicht vom Norden über den Hof, die Wiesen bis zur Serles ist noch schöner geworden.

Im Ausgleich für dieses Entgegenkommen räumte der Eigentümer ein öffentliches Durchgangsrecht am östlichen Rand des Purnhofes, an der gemeinsamen Grenze zum Rechenhof ein. Dadurch ist nun die Nord-Süd-
Querung des Purnhofgeländes wieder möglich, wie sie schon früher einmal bestanden hat. Man kann nun vom Gatter am Purnhofweg nach Süden unter schattigen Bäumen bis zu einer Hangkante wandern, wo man
nach Osten abzweigt und einen Wiesenweg zum Rechenhof benutzt auf dem der Durchgang bis auf Widerruf freiwillig gestattet ist.

Insgesamt,so glauben wir, ist eine Wanderung zum Rechenhof nun im Bereich des Purnhofes noch attraktiver geworden.



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WANDERTIPP: VON PATSCH ZUR PATSCHER ALM UND HEILIGWASSER UND ZURÜCK


Ausgangsort u. -ziel: Wanderskizze
Patsch,Tourismusbüro, 998 m
Zielort: Patscher Alm, 1694 m
Höhenunterschied: 696 m
Wanderzeit: 4 Stunden
Weglänge: 13 km gesamt; Patsch – 5,5 km – Patscher Alm – 4 km – Heilig-wasser – 2,5 km -Grünwalderhof – 1km – Patsch.
Einkehr: Patsch: Hotel Eschenhof, Hotel Bär, Hotel Grünwalderhof;
Patscher Alm, Gasthof Heiligwasser

Diese waldreiche Wanderung beginnen wir beim Tourismusbüro Patsch-Ellbögen im
Ortszentrum und gehen in nordöstlicher Richtung aus dem Dorf hinaus und stoßen auf den Speckbacherweg. Nach ca. 200 m rechts auf dem Wanderweg mit der Nummer 31 bergwärts (führt bis auf den Patscherkofel).

Die ersten 600 m ist dies auch ein Kreuzweg, den wir aber bei der Kapelle St. Johannes in der ersten Kehre nach rechts verlassen. Nun geht es ständig ca. 300 m gleichmäßig auf dem Forstweg 31, der auch von Mountainbikern benutzt wird, hinauf. In ca. 1600 m Höhe treffen wir auf den Almenweg 1600, nachdem wir vorher an der Magdalenenkapelle vorbeigewandert sind. Den Wegweisern zur Patscher Alm folgend erreichen wir diese und können uns auf eine erfrischende Jause freuen. Zugleich sind wir am höchsten Punkt 1694 m unserer Wanderung angelangt. Auch die Aussicht über Innsbruck hinweg auf die Nordkette und die gegenüberliegenden Kalkkögel sollte genossen werden.

Auf dem gleichen Weg geht es wieder hinab bis zur zweiten Kehre, wo der Weg 31A nach rechts abzweigt und die kurze Verbindung zur unbewirtschafteten Igler Alm auf 1475 m herstellt.Von hier geht es auf einem Forstweg mit der AV-Nummer 350 in drei Kehren hinab zum Alpengasthof Heiligwasser auf 1234 m Höhe. Bei herrlichen Schlutzkrapfen und gutem Speck mit Bauernbrot lässt sich auf der Terrasse gut jausnen und man hat dazu noch eine der schönsten Aussichten auf Innsbruck und die Nordkette. 1662 wurde eine kleine Kapelle von Abt Dominikus Löhr erbaut und hieß "Maria Schnee". Der Wallfahrtsort wurde sehr oft erneuert und auch um die Ottilienkapelle 1722 erweitert. Erst 1786 wurde durch ein Attest die heilende Wirkung des Quellwassers bestätigt.

Auf dem Weiterweg nach unten kann der 1802 mit sieben bildstockartigen Kapellen versehene Heiligwasserweg, der direkt zum Ort Patsch führt oder der Fahrweg zur Lan-desstraße benützt werden. Die Straße geht am Hotel Grünwalderhof mit Schwimmbad vorbei und an der Abzweigung gehen wir das kurze Stück bergab Richtung Autobahn und sind nach ein paar Minuten beim Hotel Eschenhof in Patsch. Bevor uns der Bus oder das eigene Auto wieder nach Innsbruck zurückbringen, sollten wir uns auf der schönen Terrasse des Hotels noch den hausgemachten Kuchen oder die Tiroler Speisen schmecken lassen.


Wanderskizze

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Dienstag, 13. Juli 2010, um 9.30 Uhr
Hofburg, Haupteingang

 
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