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VEREINSAKTIVITÄTEN 2004
Auch das 124. Jahr der Vereinstätigkeit des Innsbrucker
Verschönerungsvereins
war von einer Vielfalt an Aktivitäten geprägt:
Renovierung der Gedenktafel an Bischof Amberg in der
Innstraße
Renovierung der Gedenktafel an den Dichter Hermann
von Gilm in der Höttinger Gasse
Renovierung der Inschrift am St. Nepomuk-Bildstock
bei der Wiltener Sillbrücke (Trientiner Brücke)
Errichtung des Mühlstein-Denkmals in der Kohlstatt
Projektleitung bei der Errichtung des Themenweg
Mühlau
Fortsetzung der Restaurierung der Maria-Hilf-Kapelle
in Arzl
Errichtung eines neuen Kreuzes an der Steigerruhe
Mitfinanzierung des 4.Bildstocks an der Kranebitter
Allee
Aufstellung einer Ruhebank beim neuen Karmel in Mühlau
als Geschenk des Verschönerungsvereins. Ständige
Arbeiten:
Betreuung von Wanderwegen
Steige kontrollieren und ausbessern
Winterdienst auf Wanderwegen
Mähen,Ausschneiden und andere Pfle-gearbeiten
Ruhebänke pflegen und reparieren
Widmungsschilder pflegen und erneu-ern
Spielplatz Grüner Boden instand halten
Papierkörbe leeren, Müll sammeln und entsorgen.
Veranstaltungen:
Sitzungen der Vereinsorgane und Ausschüsse
Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Senatsrat ao.
Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz von Hye
Vortrag des Landesgeologen Dr. Peter Gstrein im Rahmen
der Jahreshauptversammlung
Führung durch den Botanischen Garten für
Mitglieder und Freunde des Verschönerungsvereins
Herbstvortrag von Frau Dr. Ellen Thaler über die
heimische Vogelwelt..
[Übersicht]
EINWEIHUNG VON ST. JOSEFS
RUH
Anlässlich
der Übersiedlung der Karmelitinnen von Wilten in ihr
neues Klostergebäude oberhalb von Mühlau machte
der Innsbrucker Verschönerungsverein dem Karmel St. Josef
eine Ruhebank zum Geschenk.
Der Verein erfüllte damit einen Herzenswunsch der Schwestern,
die sich sehr über den kleinen, stillen Ruheplatz für
ihre lieben Freunde und Gäste freuten und ihn spontan
St. Josefs Ruh tauften:
damit
alle, die hier inne halten, den Frieden der Schöpfung
mit wachem und dankbarem Herzen aufnehmen und so Erholung
finden für Leib und Seele, schreibt die Priorin
in ihrem Dankesbrief.
[Übersicht]
DAS PROJEKT KAISERSCHÜTZENPLATZ
WILTENER PLATZL
Jetzt
wird es offenbar ernst mit dem Projekt Kaiserschützenplatz.
Zur Erinnerung: Im Zuge der von Frau Bürgermeisterin
Hilde Zach initiierten Stadtteilversammlungen trugen Wiltener
Bürger den Wunsch vor, die Stadt möge Maßnahmen
gegen den unerfreulichen Zustand des Kaiserschützenplatzes
insbesondere der dort befindlichen Müllinsel
ergreifen. Der Innsbrucker Verschönerungsverein nahm
sich daraufhin dieses Bürgeranliegens an und unterbreitete
der Stadtführung das Angebot, seinen Beitrag zur Änderung
dieses Zustandes zu leisten.
Außerdem regte der Verschönerungsverein an, der
Namensverwirrung um diesen Platz in Wilten ein
Ende zu bereiten: Der Kaiserschützenplatz solle auch
weiterhin diesen Namen tragen; der kleine, bisher unbenannte
Platz vor der BTV hingegen, an dem jeden Samstag der Wiltener
Bauernmarkt stattfindet, solle nunmehr offiziell zum Wiltener
Platzl ernannt werden.
Die für die Stadtplanung zuständige Magistratsabteilung
hat jetzt den Architekten DI Manfred Gsottbauer mit der Erstellung
einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Im Rahmen eines so genannten
Bürgerbeteiligungsprojektes solle eine adäquate
Lösung zur gestalterischen Adaptierung (Bestandsverbesserung)
von Wiltener Platzl und Kaiserschützenplatz erarbeitet
werden,erklärte auf Anfrage der zuständige Sachbearbeiter
DI Hartmut Schonger. Neben den Wün-schen und Anregungen
der Wiltener Bürgerinnen und Bürger müssen
vor allem verkehrstechnische und baurechtliche Rahmenbedingungen
berücksichtigt werden.
Der Innsbrucker Verschönerungsverein wird im Zuge des
Bürgerbeteiligungsverfahrens ausführlich Gelegenheit
erhalten, seine Vorschläge zu Gehör zu bringen.
Wir möchten deshalb alle engagierten Wiltener und Wiltenerinnen
dazu auffordern, sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebensraumes
zu beteiligen im Nachhinein raunzen nützt
dann nichts mehr!
[Übersicht]
INNSBRUCKER WANDERWEGE:
DER SCHILLERWEG
Nordseitig,
auf halber Höhe zwischen Innsbruck Stadt und der Hungerburg,
führt ein Weg, dessen Namenspatron der Dichterfürst
Friedrich Schiller ist. Der Spatenstich dazu erfolgte am 8.
Mai 1905, nur einen Tag nach dem 100.Todestag des zweitgrößten
Nationaldichters
Deutschlands.
In der Geschichte des Schillerweges von Professor
Johann Rosner ist nachzulesen, welche Anstrengungen und Hindernisse
es zu überwinden galt, diesen Königsweg
des Innsbrucker Verschönerungsvereins
zu bauen: Ursprünglich auf der anderen Talseite geplant,
scheitern
die Verhandlungen mit den Wiltener Waldbesitzern. Nun haben
zwei Weginspektoren Andreas Wöll und Hans Wallnöfer
die rettende Idee, nämlich einen Weg durch den
Mühlauer Eckenwald zu bauen.
Auf der Höhe des Judenbichl, vom Richardsweg in östlicher
Richtung abzweigend, steigt der Schillerweg in 25 kleineren
und größeren Windungen sanft an. Immer knapp über
den Dächern der letzten Häuser Mühlaus erreicht
der Weg beim Tuffbach seinen höchsten Punkt,um nach dem
städtischen Wasserwerk
in der Josef Schrafflstraße zu enden. Unzählige
schmale Pfade kreuzen ihn, führen weg, manchmal steil
anstei-gend oder als Serpentinen mündend. Bänke,
gespendet von bekannten Innsbrucker Familien wie Pechlaner,
Zimmermann u. a., laden zum Verweilen ein und eröffnen
wunderschöne Landschaftsmomente auf das östliche
Innsbruck und die Tuxer Alpen. Sei mir gegrüßt,
mein Berg, mit dem rötlich strahlenden Gipfel, Sei mir,
Sonne gegrüßt, die ihn so lieblich bescheint ...
sinniert Schiller in Der Spaziergang.
Der cirka zwei Kilometer lange Weg ist durchschnittlich drei
Meter breit. Zwei Brücken überwinden einen tiefen
Graben und einen Bach. Dabei ist die Westermannbrücke
mit neun Metern Spannweite eine technische Meisterleistung:
Fest verankert, trotzt sie jedem.
Unwetter, auch wenn auf ihr stehend, manchem folgende Verse
einfallen könnten:
Von den Bergen stürzen die Quellen, Und die Bäche,
die Ströme schwellen. Und er kommt ans Ufer mit wanderndem
Stab, Da reißet die Brücke der Strudel herab, ....
Schiller beeindruckten großartige Dinge, wie die Berge
oder die Natur. Auf halbem Weg findet sich ein lauschiges
Plätzchen mit drei Bänken und etwas zurückversetzt
ein Brunnen: die Bederlunger Quelle, benannt nach dem
Altvorsteher des Verschönerungsvereins Heinrich Bederlunger.
Gespeist aus zwei Quellen,sprudeln hier in jeder Minute 9-11
Liter klares Bergwasser heraus.
...Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell, ... Der Bäume
gigantische Schatten; Und zwei Wanderer ..., heißt
es in der Bürgschaft.
Fünf Monate nach Baubeginn erfolgte die offizielle Begehung
des Weges. Die Kosten beliefen sich trotz vieler ehrenamtlicher
Leistungen und Sachspenden auf über 5.000 Gulden. Das
sind grob geschätzt etwa 35.000 Euro. Mit dem Schillerweg
gedenkt der Innsbrucker Verschönerungsverein eines Mannes,
dem die Freiheit des Menschen über allem steht und der
persönliche Wünsche und Interessen zurückstellt
zum Wohle der
Gemeinschaft.
Bernhard Nicolussi Castellan
[Übersicht]
DER SILLKANAL, EINST ENERGIEQUELLE
DES INNSBRUCKER GEWERBES,
ERHIELT EIN DENKMAL
In einem Winkel im Hinterhof
des Hauses Kohlstattgasse Nr.1 lag bis vor kurzem, nur von
wenigen beachtet,
ein prächtiger alter Mühlstein. Sein Besitzer
Dr. Herbert Salcher hat angeregt, diesen letzten Mühlstein
der Gewerbebetriebe am einstigen Sillkanal gleichsam als
Denkmal für diese Mühlwiere zu aktivieren, deren
Geschichte ein wichtiges Kapitel der Innsbrucker Wirtschaftsgeschichte
vom Hochmittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg dargestellt
hat.
Die Bezeichnung Kleine Sill oder Sill-bach
begegnet allenthalben in den urkundlichen Quellen und erklärt
sich aus dem Umstande, dass dieser Mühlkanal mit Wasser
aus der Großen Sill, also dem Sillfluss
gespeist worden ist. Die
Voraussetzung dafür war ein nach Maßgabe der
natürlichen Gegebenheiten künstlich angelegtes
Staubecken, dessen Staudamm der so genannte Sillfall in
Wilten ist. Dieses Staubecken war notwendig, um den von
dort abgezweigten Kanal gleichmäßig mit fließendem
Energiewasser zu versorgen. Nachdem die Achsenhöhe
der Schaufelräder der einzelnen Betriebe fix und nicht
variabel
war, musste auch die Höhe der Wasserführung stets
möglichst gleich bleiben.Das Überwasser des Staubeckens
hingegen floss wie noch heute über die
Dammkrone ab und bildet den so genannten Sillfall.
Die Anlage des Kanals erfolgte bereits im 12.Jahrhundert
bzw. vor dem Jahre 1180. In einer Urkunde dieses Jahres
wird nämlich bereits die Wiltener Stiftsmühle
bei St. Bartlmä als in Betrieb stehend genannt, was
nur möglich war, wenn zumindest der oberste Abschnitt
des Kanals bereits ausgebaut gewesen ist. Leider wurde die
Stiftsmühle, der später auch ein Sägewerk
angebaut worden ist, bei einem Bombenangriff der Alliierten
am 13. Juni 1944 total beschädigt. Von St. Bartlmä
führte der Kanal dann hinunter
zur Kreuzung Neurauthgasse/Karmeliter Gasse und östlich
neben dieser weiter nordwärts zu den östlichen
Hinterhöfen der Adamgasse, wo an der südlichen
Ecke der Straßenkreuzung mit der Salurnerstraße
spätestens bereits seit 1315 die Haid- oder Engelmühle
nachweisbar war: Diese Mühle (Adamgasse 9) hat bis
1907 bestanden. Weiter oben am Kanal entstanden bis in das
16.Jahrhundert noch weitere Betriebe wie z.B. eine seit
1524 nachweisbare Hammer-Schmiede, genannt Sillschmied.
Sehr intensiv war das Gewerbeleben im Bereich der unteren
Adamgasse und der Meinhardstraße, wobei die Art des
Gewerbes mehrfach geändert wurde. Hier befand sich
bei der Liegenschaft Bozner-Platz 4 sogar eine Munitions-
Pulver-stampfe, die 1636 in dramatischer Weise
explodiert ist. Im 19.Jahrhundert bzw. bis zum Zweiten Weltkrieg
befanden
sich hier diverse Feigenmühlen zur Herstellung von
Feigenkaffee. Das mächtig breite Schaufelrad der Firma
Gedeon v. Hibler hat noch lange nach 1945 das dortige Straßenbild
beherrscht. Nur durch ein Geländer abgeschirmt verlief
der Kanal
dann neben der Meinhardstraße, wo sich an der Stelle
der späteren folgte dann die 1486 errichtete landes
fürstliche
Hofmühle (abgerissen 1870) -sie war die erste Mühle
auf Innsbrucker Boden! An den damaligen Verlauf des Sillkanals
von der Hofmühle hinunter in die Nachbarschaft des
jetzigen Denkmal-Standortes bei der Feigenrösterei
und -mühle Voglsanger erinnert heute der Klara Pölt-Weg,
wobei beim Hause Dreiheiligenstraße 1 im 19.Jahrhundert
mit dem Energiewasser des Kanals eine Textilfabrik betrieben
worden ist. Zwischen der Ing. Etzel- und dem westlichen
Beginn
der Jahnstraße verlief der Kanal sogar in zwei parallelen
Ästen und belieferte am Eingang in letztere Straße
(Nr.17)
noch eine große Hammermühle. Von hier führte
die Kleine Sill dann hinüber an die Nordseite
des Zeughauses, um östlich hinter diesem wieder in
den Sillfluss einzumünden.
Selbstverständlich konnten in diesem knappen Überblick
nicht alle Betriebe namentlich angeführt werden. Hier
mag daher der Hinweis genügen, dass 1890 am Kanal 24
und 1926 noch insgesamt 20 Betriebe bestanden haben. Sie
alle und ihre Vorgänger seit dem 12.Jahrhundert erhielten
nun als Zeichen des Gedenkens ein Mühlstein-Denkmal.
ao.Univ.-Prof.Dr. Franz-Heinz v. Hye
[Übersicht]
DAS URSULINEN-KREUZ KEHRT ZURÜCK
Mehr
als 25 Jahre lag ein altes Kreuz in verschiedenen Werkstätten,
ehe es jetzt auf Initiative des Innsbrucker Verschönerungsver-eins
an seine alte Heimstätte zurückkehren konnte.
Generationen von Urschln so hießen
die Schülerinnen der Ursulinen im Volksmund sind
auf ihrem Weg zum Turnunterricht an dem Kreuz vorbeigegangen,
das im Innenhof des weitläufigen
Klosterareals am ehemaligen Wirtschaftsgebäude angebracht
war. Als das Kloster 1979 an seinem Standort am Innrain aufgelassen
wurde und an den Fürstenweg übersiedelte, musste
Vieles, was den Schwestern lieb und teuer war, aus Platzgründen
zurückgelassen werden auch das Kreuz mit seinem
schön geschnitzten Korpus und einem Holzkasten rundherum
wurde bei dem aus diesem Anlass abgehaltenen Flohmarkt von
den Ursulinen-Schwestern angeboten.
Ein Freundeskreis um den inzwischen verstorbenen
Kanzleidirektor Vizeleutnant Hermann Loidold erwarb das Kreuz
gegen eine freiwillige Spende von 10.000,- Schilling. Seither
befindet sich das Ursulinen-Kreuz in der Obhut von Günther
Munding, der 25 Jahre lang auf der Suche nach einem würdigen
Platz für eine Wiederaufstellung gewesen ist. Das alte
Kreuz
und der Holzkasten waren leider morsch, aber der Korpus konnte
vom Bildhauer Prof. Emmerich Kerle restauriert werden. Die
Leiterin des Volkskunstmuseums, Dr. Herlinde Menardi, übernahm
mit der hauseigenen Werkstatt die Herstellung eines neuen
Kreuzes sowie die Reparatur eines dem Korpus beim Transport
abgebrochenen Fingers. Außerdem gelang es, die Zustimmung
der neuen Eigentümerin des Ursulinenhofes
die Raiffeisen-Landes-bank Tirol AG zur Anbringung
des Kreuzes an der Außenfassade der ehemaligen Klosterkirche
zu erlangen. Hier, geschützt unter einem schmiedeeisernen
Dachl, das in der Schlosserei Georg Amort nach einem Entwurf
von Architekt DI Jörg Streli hergestellt wurde, hat das
Kreuz nach einer über 25jährigen Odyssee nun seinen
Platz gefunden sehr zur Freude der Schwester Oberin
des Ursulinenklosters, Dr. Hildegard Wolf..
[Übersicht]
DANK AN ALLE SPENDER VON
RUHEBÄNKEN
Ruhebänke laden zur gemütlichen
Rast und zum Genießen von Ausblicken ein. Viele dieser
Bänke, die das Wanderwegenetz in und um Innsbruck säumen,
sind Spenden von Bürgern und Firmen an den Verschönerungsverein.
Die Namen der Spender werden auf Messingschildern angebracht
und drücken den Dank des Vereins aus.
Eine neue Bank mit Namensschild gibt es für einen Unkostenbeitrag
von Euro 250,- Wünsche nach einem bestimmten Aufstellungsort
werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Für
die Basisspende wird die Bank 10 Jahre lang vom Innsbrucker
Verschönerungsverein betreut, gepflegt und wenn nötig
repariert. Nach Ablauf kann die Bank-Patenschaft um Euro
150,- für weitere 10 Jahre verlängert werden.
Der Innsbrucker Verschönerungsverein dankt den Spendern
von 21 neuen Bänken des Jahres 2004:
Maria Unterladstätter, Alpinschule Innsbruck, Heidi
und Rolf Blasy, Josef Wechselberger, Innsbrucker Verkehrsbetriebe
(3 Bänke), Florian Egger, Dr. Elisabeth Zanon, Anneliese
Schuh, Helga Schützinger, Verein Freunde von St. Georgenberg,
Raiffeisen-Bezirkskasse Schwaz (2 Bänke), DI Erich
Schroffner Dr. Helmut Krieghofer Markus Linder
Mag. Heinrich Kranebitter (Bank und Tisch), Ruth
Hampl, HYPO Tirol Bank AG, Kammer für Arbeiter und
Angestellte für Tirol, Günther und Helga Bieringer,
Peter Köll, Mag. Maria Martiner.
Danke auch für 21 Patenschaftsverlängerungen:
Firma Johann Huter und Söhne, Wiener Städtische
Allg. Versicherungs-AG, Gertraud Kundratitz, Luis Netzer,
Gradischegg GmbH & Co KG (Dr. Hansjörg Jä-ger),
Tiroler Sparkasse Bank AG (6 Bänke), HYPO Tirol Bank
AG, Prof. Mag. Dr. Robert Muth, Vereinigung St. Nikolaus,
Apotheke zum Tiroler Adler, Antonie Haller, Innsbrucker
Verkehrsbetriebe, Klaus Holzbaur, Max Chanson, Mag.Edith
Margreiter, Farben Holzbaur Gesmb & Co KG.
Spender einer Bank zu werden ist ganz einfach: Bitte den
Innsbrucker Verschönerungsverein anrufen oder faxen
unter (0512) 58 00 36, schreiben oder E-Mail an info@verschoenerungsverein.at
Unser Sekretariat nimmt Ihren Auftrag gerne entgegen.
[Übersicht]
NUR EIN STARKER VEREIN KANN MITREDEN!
Am 5. Jänner 2006
wird der Innsbrucker Verschönerungsverein 125 Jahre alt
und
ist somit einer der ältesten Vereine der Stadt. Das soll
für uns Anlass sein, wieder
einmal auf die bedeutende Rolle hinzuweisen, die unser Verein
für die Entwicklung
Innsbrucks in den vergangenen Jahren gespielt hat. Dazu gibt
es einen Themenschwerpunkt in den Mitteilungsblättern
des laufenden Jahres 2005, in denen
viel historisches Material aufbereitet wird.
Damit der Verschönerungsverein auch weiterhin seiner
Verpflichtung Für die Stadt, für die Bürgerinnen
und Bürger nachkommen kann, braucht er eine laute
Stimme:Ob und wie sehr man auf den Verschönerungsverein
hört, hängt davon ab, wie stark er ist, und wodurch
ließe sich Stärke besser demonstrieren als durch
eine große Anzahl von Mitgliedern?
Darum haben wir heute eine Bitte an Sie: Werben Sie mit uns
um neue Mitglieder!
Nur wenn wir viele sind, wird unsere Stimme laut und deutlich
gehört. Der Innsbrucker Verschönerungsverein will
in Abstimmung mit seinen Mitgliedern Entwicklungen analysieren,
diskutieren und Meinungen formulieren,die der ganzen Stadt,allen
Bewohnern und auch den Gästen zugute kommen. Engagieren
Sie sich mit uns für unsere schöne Stadt!
Werben
wird belohnt!
[Übersicht]
WA N D E R T I P P: RUNDWANDERWEG
VOM GASTHOF ARZKASTEN NACH HOLZLEITEN UND DURCH DIE LÄRCHENWIESEN
ÜBER OBSTEIG ZURÜCK
Ausgangsort u. -ziel: Wanderskizze
Gasthof Arzkasten (gebührenpflichtiger Parkplatz)
Höhenunterschied: 160
m
Wanderzeit: 2,5 Stunden
Weglänge: Gesamt: 7
km; Gasthof Arzkasten 2 km Holzleiten
3 km
Obsteig/Mooswald 2 km Gasthof Arzkasten
Einkehr: Holzleiten (Hotel
Holzleiten, Ferienhotel Lärchenhof), Mooswald
(Hotel Bergland, Gasthof Alpina), Gasthof Arzkasten
Im Winter sollten Wanderungen in sonnigen Gebieten stattfinden,und
nach erfolgter Anstrengung sollte eine gemütliche, warme
Stube mit einer kräftigen Jause in der Nähe sein.
Beides bietet unsere heutige Wanderung.
Mit dem Pkw fahren wir über die Autobahn von Innsbruck
bis zur Ausfahrt Mötz im schattigen Inntal, um dann hinauf
aufs sonnige Mieminger Plateau zu kommen. Beim Kreisverkehr
halten wir uns links in Richtung Nassereith, durchfahren den
Ort Obsteig, um nach ca. 1 km nach rechts in den Wald zum
Gasthof Arzkasten abzubiegen. Hier befindet sich ein großer
kostenpflichtiger Parkplatz (Tagesgebühr: e 2,-). Am
schmucken Arzkasten und der unauffälligen
Kapelle zu Unserer Frau Mariahilf vorbei, gehen
wir ca. 200 Meter auf dem Rodelweg zum Lehnberghaus entlang,
um dann nach links auf den Seniorenweg abzubiegen.
Mit sehr schönen Aussichten auf den gegenüber liegenden
Grünberg und die im Hinter-grund zu sehenden Lechtaler
Alpen wandern wir am Waldesrand entlang zu den Höfen
Weisland. Ein wenig östlich sehen wir die schöne
neue Kapelle zu Unserer lieben Frau Mariä Himmel-fahrt
mit einem Baum und Ruhebänken stehen.Von hier geht es
ca. 1 km auf einer ruhigen, wenig befahrenen Straße
zum Teil durch kleine Waldstücke nach Holzleiten.
Nach
dem öffentlichen Parkplatz beim Ferienhotel Lärchenhof
beginnt ein herrlicher Weg zugleich Loipenspur
durch die typischen lichten Lärchenwälder, die auch
im Winter sonnig sind.Wir bewegen uns in einem 150 Hektar
großen geschlossenen Lärchenbestand, der 1981 zum
Landschaftsschutzgebiet erklärt worden ist; deshalb bitte
nicht von den Wegen abweichen und alles sauber halten! Die
Lärchenwiesen werden auch heute noch händisch gemäht,
um den blumenreichen Wiesenbestand zu schützen.Der besondere
Reiz der Landschaft besteht aus dem Wechsel zwischen den lichten
Lärchenwäldern, den meist auf ebenen Flächen
liegenden Lärchenwiesen und den kleinen, darin eingebetteten
Weilern der Gemeinde Obsteig.
Der großteils ebene Weg führt uns nach ca. 2 km
leichten Wanderns zur einspurigen Straße, die zum Gasthof
Arzkasten
führt. Auf dieser gehen wir etwa 200 Meter rechts nach
Süden, um dann links zur Siedlung Mooswald abzubiegen.
Diese erreichen wir auf dem Unteren Mooswaldweg.
Von hier, jedoch vom Oberen Mooswaldweg abzweigend,
gibt es eine etwas kürzere Variante ständig durch
Wald über den Sturlweg zurück zum Ausgangspunkt
Arzkasten. Wir wandern jedoch durch die schöne Siedlung
hinab zum Hotel Bergland an der Hauptstraße und gehen
diese ca. 300 Meter in Richtung Obsteig, an der Antoniuskapelle
vorbei, bis kurz hinter die Brücke des Sturlbaches.Wer
möchte, kann - auf der Straße kurz weitergehend
- in Unterstrass die barocke Pfarrkirche zum Hl. Josef aus
dem 18. Jh. besichtigen..
Hier im Ortsteil Oberstrass gehen wir links auf einem Fahrweg
ansteigend aus dem Ort hinaus, um nach 400 Metern wieder links
am Waldrand entlang zu wandern. Dieser ständig leicht
ansteigende Weg führt wieder durch sehr schöne Wälder
mit prächtigen Aussichten und stößt nach einer
Rechtsbiegung auf den Seniorenrundwanderweg. Nun
haben wir noch 1 km fast ebenen Weges vor uns, um zu unserem
Ziel, dem Arzkasten zu gelangen.
Alte
Aufzeichnungen bestätigen die Errichtung des Hauses als
Laststelle für die Knappen des Bergbaus unter der westlichen
Griesspitze, in über 2000 Meter Seehöhe oberhalb
des Stöttltörls: Arz bedeutet Erz, und
Kasten bezeichnet ein Zwischenlager. Das inzwischen
baufällige Gebäude wurde lange Zeit als einfaches
Wirtshaus geführt. Der 1987 daneben erbaute neue Gasthof
verfügt über zwei sehr schöne Stuben und ist
bekannt für seine hervorragende bodenständige Küche,
in der vorwiegend Bauernprodukte verwendet werden. Auch die
hausgemachten Kuchen und Strudel, serviert von der feschen
umtriebigen Wirtin Bernadett, sind empfehlenswert. Das Gasthaus
ist, außer montags, ab 9 Uhr 30 geöffnet und bietet
von 11 Uhr 30 bis 18 Uhr 30 durchgehend warme Küche an.
Auf der Rückfahrt können wir noch einen Zwischenhalt
bei der Wallfahrtskirche Maria Locherboden einlegen,
einen herrlichen Blick auf das Inntal werfen und für
einen schönen Tag danken.
Ing. Rolf Opitz.
Wanderskizze
[Übersicht]
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