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Beiträge aus dem Mitteilungsblatt Frühjahr 2005

DAS JUBILÄUMSJAHR 2005

Ob wir es jetzt Gedenkjahr, Gedankenjahr oder einfach Jubiläumsjahr nennen, eines ist sicher: Österreich hat 2005 viel zu feiern! 60 Jahre Kriegsende und Gründung der Zweiten Republik, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU-Beitritt: das sind die magischen Daten,um die sich das offizielle Österreich heuer dreht. Aber auch für den Innsbrucker Verschöne-rungsverein ist 2005 ein besonderes Jahr, ist es doch das 125. Jahr seines Bestehens..

Es war am 4.Dezember 1880,als im Innsbrucker Hotel „Tirolerhof“ ein so genanntes „Vorbereitendes Komitee“ zur Gründung eines Verschönerungsvereins zusammentrat. Nach der „Constituierenden Versammlung des Verschönerungsvereines“ am 13. Dezember 1880 erfolgte dann am 5. Jänner 1881 die offizielle Gründung des Vereins, es wurde die erste Hauptversammlung abgehalten. In seinem ersten Bestandsjahr zählte der Verein 304 Mitglieder. Seit dem 23.Jänner 1881, dem Tag der offiziellen Genehmigung seiner Statuten,konnte sich der Verein als gesetzlich konstituiert ansehen und unter dem Namen „Innsbrucker Verschönerungsverein“ seine Tätigkeit entfalten, die er seither im Dienst der Stadt und ihrer Bevölkerung ausübt.

Jubiläen sind – neben den damit verbundenen Feierlichkeiten – auch immer eine Gelegenheit, Geleistetes darzustellen; das gilt für den Innsbrucker Verschönerungsverein genau so wie für die Republik. Wir wollen deshalb die Mitteilungsblätter 2005 dafür nutzen, um in einem Themenschwerpunkt auf die vielfältigen Leistungen hinzuweisen, die der Verein im Laufe dieser nunmehr 125jährigen Tätigkeit für die Stadt Innsbruck und ihre Umgebung erbracht hat,sei es die Errichtung und Betreuung beliebter Wanderwege oder die Rettung baulicher Kleinode vor dem Verfall, aber auch das Lebendig-Halten der Erinnerung an wichtige Persönlichkeiten und Ereignisse der Stadtgeschichte. So beginnt etwa im vorliegenden Heft unsere neue Serie „Innsbrucker Wanderwege“, in denen Wege vorgestellt werden, die vom Innsbrucker Verschönerungsverein im Zuge seiner umfangreichen Wegbautätigkeit, die von Anfang an ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit war, errichtet worden sind. Diesmal, passend zum Thema „Jubiläen“: der Schillerweg, der heuer 100 Jahre alt wird.

Unser Blick richtet sich aber nicht nur auf die beeindruckende Vergangenheit des Vereins. Auch im Jahr 2005 betreut der Verschönerungsverein wieder eine Reihe von Projekten, über die wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten werden.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird im Herbst eine große Festveranstaltung sein, in deren Vorfeld in einer umfangreichen Sondernummer die Geschichte des Innsbrucker Verschönerungsvereins sowie seiner Tätigkeit für die Stadt, deren uns heute vertrautes Erscheinungsbild untrennbar damit verbunden ist, dargestellt wird.
Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse wecken konnten!

 
weitere aktuelle Themen:


VEREINSAKTIVITÄTEN 2004


Auch das 124. Jahr der Vereinstätigkeit des Innsbrucker Verschönerungsvereins
war von einer Vielfalt an Aktivitäten geprägt:

• Renovierung der Gedenktafel an Bischof Amberg in der Innstraße
• Renovierung der Gedenktafel an den Dichter Hermann von Gilm in der Höttinger Gasse
• Renovierung der Inschrift am St. Nepomuk-Bildstock bei der Wiltener Sillbrücke (Trientiner Brücke)
• Errichtung des Mühlstein-Denkmals in der Kohlstatt
• Projektleitung bei der Errichtung des „Themenweg Mühlau“
• Fortsetzung der Restaurierung der Maria-Hilf-Kapelle in Arzl
• Errichtung eines neuen Kreuzes an der Steigerruhe
• Mitfinanzierung des 4.Bildstocks an der Kranebitter Allee
• Aufstellung einer Ruhebank beim neuen Karmel in Mühlau als Geschenk des Verschönerungsvereins. Ständige Arbeiten:
• Betreuung von Wanderwegen
• Steige kontrollieren und ausbessern
• Winterdienst auf Wanderwegen
• Mähen,Ausschneiden und andere Pfle-gearbeiten
• Ruhebänke pflegen und reparieren
• Widmungsschilder pflegen und erneu-ern
• Spielplatz Grüner Boden instand halten
• Papierkörbe leeren, Müll sammeln und entsorgen.

Veranstaltungen:
• Sitzungen der Vereinsorgane und Ausschüsse
• Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Senatsrat ao. Univ.-Prof. Dr. Franz-Heinz von Hye
• Vortrag des Landesgeologen Dr. Peter Gstrein im Rahmen der Jahreshauptversammlung
• Führung durch den Botanischen Garten für Mitglieder und Freunde des Verschönerungsvereins
• Herbstvortrag von Frau Dr. Ellen Thaler über die heimische Vogelwelt..



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EINWEIHUNG VON „ST. JOSEF’S RUH“

Anlässlich der Übersiedlung der Karmelitinnen von Wilten in ihr neues Klostergebäude oberhalb von Mühlau machte der Innsbrucker Verschönerungsverein dem Karmel St. Josef eine Ruhebank zum Geschenk.

Der Verein erfüllte damit einen Herzenswunsch der Schwestern, die sich sehr über den kleinen, stillen Ruheplatz für ihre lieben Freunde und Gäste freuten und ihn spontan „St. Josef’s Ruh“ tauften: „…damit alle, die hier inne halten, den Frieden der Schöpfung mit wachem und dankbarem Herzen aufnehmen und so Erholung finden für Leib und Seele“, schreibt die Priorin in ihrem Dankesbrief.



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DAS PROJEKT KAISERSCHÜTZENPLATZ – WILTENER PLATZL


Jetzt wird es offenbar ernst mit dem Projekt „Kaiserschützenplatz“. Zur Erinnerung: Im Zuge der von Frau Bürgermeisterin Hilde Zach initiierten Stadtteilversammlungen trugen Wiltener Bürger den Wunsch vor, die Stadt möge Maßnahmen gegen den unerfreulichen Zustand des Kaiserschützenplatzes – insbesondere der dort befindlichen Müllinsel – ergreifen. Der Innsbrucker Verschönerungsverein nahm sich daraufhin dieses Bürgeranliegens an und unterbreitete der Stadtführung das Angebot, seinen Beitrag zur Änderung dieses Zustandes zu leisten.
Außerdem regte der Verschönerungsverein an, der „Namensverwirrung“ um diesen Platz in Wilten ein Ende zu bereiten: Der Kaiserschützenplatz solle auch weiterhin diesen Namen tragen; der kleine, bisher unbenannte Platz vor der BTV hingegen, an dem jeden Samstag der Wiltener Bauernmarkt stattfindet, solle nunmehr offiziell zum „Wiltener Platzl“ ernannt werden.

Die für die Stadtplanung zuständige Magistratsabteilung hat jetzt den Architekten DI Manfred Gsottbauer mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Im Rahmen eines so genannten Bürgerbeteiligungsprojektes solle eine adäquate Lösung zur gestalterischen Adaptierung (Bestandsverbesserung) von Wiltener Platzl und Kaiserschützenplatz erarbeitet werden,erklärte auf Anfrage der zuständige Sachbearbeiter DI Hartmut Schonger. Neben den Wün-schen und Anregungen der Wiltener Bürgerinnen und Bürger müssen vor allem verkehrstechnische und baurechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

Der Innsbrucker Verschönerungsverein wird im Zuge des Bürgerbeteiligungsverfahrens ausführlich Gelegenheit erhalten, seine Vorschläge zu Gehör zu bringen. Wir möchten deshalb alle engagierten Wiltener und Wiltenerinnen dazu auffordern, sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebensraumes zu beteiligen – im Nachhinein „raunzen“ nützt dann nichts mehr!


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INNSBRUCKER WANDERWEGE: DER SCHILLERWEG

Nordseitig, auf halber Höhe zwischen Innsbruck Stadt und der Hungerburg, führt ein Weg, dessen Namenspatron der „Dichterfürst“ Friedrich Schiller ist. Der Spatenstich dazu erfolgte am 8. Mai 1905, nur einen Tag nach dem 100.Todestag des zweitgrößten Nationaldichters
Deutschlands.

In der „Geschichte des Schillerweges“ von Professor Johann Rosner ist nachzulesen, welche Anstrengungen und Hindernisse es zu überwinden galt, diesen „Königsweg“ des Innsbrucker Verschönerungsvereins
zu bauen: Ursprünglich auf der anderen Talseite geplant, scheitern
die Verhandlungen mit den Wiltener Waldbesitzern. Nun haben zwei Weginspektoren – Andreas Wöll und Hans Wallnöfer – die rettende Idee, nämlich einen Weg durch den Mühlauer Eckenwald zu bauen.
Auf der Höhe des Judenbichl, vom Richardsweg in östlicher Richtung abzweigend, steigt der Schillerweg in 25 kleineren und größeren Windungen sanft an. Immer knapp über den Dächern der letzten Häuser Mühlaus erreicht der Weg beim Tuffbach seinen höchsten Punkt,um nach dem städtischen Wasserwerk
in der Josef Schrafflstraße zu enden. Unzählige schmale Pfade kreuzen ihn, führen weg, manchmal steil anstei-gend oder als Serpentinen mündend. Bänke, gespendet von bekannten Innsbrucker Familien wie Pechlaner, Zimmermann u. a., laden zum Verweilen ein und eröffnen wunderschöne Landschaftsmomente auf das östliche Innsbruck und die Tuxer Alpen. „Sei mir gegrüßt, mein Berg, mit dem rötlich strahlenden Gipfel, Sei mir, Sonne gegrüßt, die ihn so lieblich bescheint ...“ sinniert Schiller in „Der Spaziergang“.

Der cirka zwei Kilometer lange Weg ist durchschnittlich drei Meter breit. Zwei Brücken überwinden einen tiefen Graben und einen Bach. Dabei ist die Westermannbrücke mit neun Metern Spannweite eine technische Meisterleistung: Fest verankert, trotzt sie jedem.

Unwetter, auch wenn auf ihr stehend, manchem folgende Verse einfallen könnten:
„Von den Bergen stürzen die Quellen, Und die Bäche, die Ströme schwellen. Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab, Da reißet die Brücke der Strudel herab, ...“.
Schiller beeindruckten großartige Dinge, wie die Berge oder die Natur. Auf halbem Weg findet sich ein lauschiges Plätzchen mit drei Bänken und etwas zurückversetzt ein Brunnen: die Bederlunger Quelle, benannt nach dem
Altvorsteher des Verschönerungsvereins Heinrich Bederlunger. Gespeist aus zwei Quellen,sprudeln hier in jeder Minute 9-11 Liter klares Bergwasser heraus.
„...Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig,
schnell, Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell, ... Der Bäume gigantische Schatten; Und zwei Wanderer ...“, heißt es in der „Bürgschaft“.

Fünf Monate nach Baubeginn erfolgte die offizielle Begehung des Weges. Die Kosten beliefen sich trotz vieler ehrenamtlicher Leistungen und Sachspenden auf über 5.000 Gulden. Das sind grob geschätzt etwa 35.000 Euro. Mit dem Schillerweg gedenkt der Innsbrucker Verschönerungsverein eines Mannes, dem die Freiheit des Menschen über allem steht und der persönliche Wünsche und Interessen zurückstellt zum Wohle der
Gemeinschaft.

Bernhard Nicolussi Castellan

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DER SILLKANAL, EINST ENERGIEQUELLE DES INNSBRUCKER GEWERBES,
ERHIELT EIN DENKMAL


In einem Winkel im Hinterhof des Hauses Kohlstattgasse Nr.1 lag bis vor kurzem, nur von wenigen beachtet,
ein prächtiger alter Mühlstein. Sein Besitzer Dr. Herbert Salcher hat angeregt, diesen letzten Mühlstein der Gewerbebetriebe am einstigen Sillkanal gleichsam als Denkmal für diese Mühlwiere zu aktivieren, deren Geschichte ein wichtiges Kapitel der Innsbrucker Wirtschaftsgeschichte vom Hochmittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg dargestellt hat.

Die Bezeichnung „Kleine Sill“ oder „Sill-bach“ begegnet allenthalben in den urkundlichen Quellen und erklärt sich aus dem Umstande, dass dieser Mühlkanal mit Wasser aus der „Großen Sill“, also dem Sillfluss gespeist worden ist. Die
Voraussetzung dafür war ein nach Maßgabe der natürlichen Gegebenheiten künstlich angelegtes Staubecken, dessen Staudamm der so genannte Sillfall in Wilten ist. Dieses Staubecken war notwendig, um den von dort abgezweigten Kanal gleichmäßig mit fließendem Energiewasser zu versorgen. Nachdem die Achsenhöhe der Schaufelräder der einzelnen Betriebe fix und nicht variabel
war, musste auch die Höhe der Wasserführung stets möglichst gleich bleiben.Das Überwasser des Staubeckens hingegen floss – wie noch heute – über die Dammkrone ab und bildet den so genannten Sillfall.

Die Anlage des Kanals erfolgte bereits im 12.Jahrhundert bzw. vor dem Jahre 1180. In einer Urkunde dieses Jahres wird nämlich bereits die Wiltener Stiftsmühle bei St. Bartlmä als in Betrieb stehend genannt, was nur möglich war, wenn zumindest der oberste Abschnitt des Kanals bereits ausgebaut gewesen ist. Leider wurde die Stiftsmühle, der später auch ein Sägewerk angebaut worden ist, bei einem Bombenangriff der Alliierten am 13. Juni 1944 total beschädigt. Von St. Bartlmä führte der Kanal dann hinunter
zur Kreuzung Neurauthgasse/Karmeliter Gasse und östlich neben dieser weiter nordwärts zu den östlichen Hinterhöfen der Adamgasse, wo an der südlichen Ecke der Straßenkreuzung mit der Salurnerstraße spätestens bereits seit 1315 die Haid- oder Engelmühle nachweisbar war: Diese Mühle (Adamgasse 9) hat bis 1907 bestanden. Weiter oben am Kanal entstanden bis in das 16.Jahrhundert noch weitere Betriebe wie z.B. eine seit 1524 nachweisbare Hammer-Schmiede, genannt „Sillschmied“.

Sehr intensiv war das Gewerbeleben im Bereich der unteren Adamgasse und der Meinhardstraße, wobei die Art des Gewerbes mehrfach geändert wurde. Hier befand sich bei der Liegenschaft Bozner-Platz 4 sogar eine Munitions- „Pulver-stampfe“, die 1636 in dramatischer Weise explodiert ist. Im 19.Jahrhundert bzw. bis zum Zweiten Weltkrieg befanden
sich hier diverse Feigenmühlen zur Herstellung von Feigenkaffee. Das mächtig breite Schaufelrad der Firma Gedeon v. Hibler hat noch lange nach 1945 das dortige Straßenbild beherrscht. Nur durch ein Geländer abgeschirmt verlief der Kanal
dann neben der Meinhardstraße, wo sich an der Stelle der späteren folgte dann die 1486 errichtete landes fürstliche
Hofmühle (abgerissen 1870) -sie war die erste Mühle auf Innsbrucker Boden! An den damaligen Verlauf des Sillkanals
von der Hofmühle hinunter in die Nachbarschaft des jetzigen Denkmal-Standortes bei der Feigenrösterei und -mühle Voglsanger erinnert heute der Klara Pölt-Weg, wobei beim Hause Dreiheiligenstraße 1 im 19.Jahrhundert mit dem Energiewasser des Kanals eine Textilfabrik betrieben worden ist. Zwischen der Ing. Etzel- und dem westlichen Beginn
der Jahnstraße verlief der Kanal sogar in zwei parallelen Ästen und belieferte am Eingang in letztere Straße (Nr.17)
noch eine große Hammermühle. Von hier führte die „Kleine Sill“ dann hinüber an die Nordseite des Zeughauses, um östlich hinter diesem wieder in den Sillfluss einzumünden.

Selbstverständlich konnten in diesem knappen Überblick nicht alle Betriebe namentlich angeführt werden. Hier mag daher der Hinweis genügen, dass 1890 am Kanal 24 und 1926 noch insgesamt 20 Betriebe bestanden haben. Sie alle und ihre Vorgänger seit dem 12.Jahrhundert erhielten nun als Zeichen des Gedenkens ein Mühlstein-Denkmal.

ao.Univ.-Prof.Dr. Franz-Heinz v. Hye



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DAS URSULINEN-KREUZ KEHRT ZURÜCK

Mehr als 25 Jahre lag ein altes Kreuz in verschiedenen Werkstätten, ehe es jetzt auf Initiative des Innsbrucker Verschönerungsver-eins an seine alte Heimstätte zurückkehren konnte.

Generationen von „Urschln“ – so hießen die Schülerinnen der Ursulinen im Volksmund – sind auf ihrem Weg zum Turnunterricht an dem Kreuz vorbeigegangen, das im Innenhof des weitläufigen
Klosterareals am ehemaligen Wirtschaftsgebäude angebracht war. Als das Kloster 1979 an seinem Standort am Innrain aufgelassen wurde und an den Fürstenweg übersiedelte, musste Vieles, was den Schwestern lieb und teuer war, aus Platzgründen zurückgelassen werden – auch das Kreuz mit seinem schön geschnitzten Korpus und einem Holzkasten rundherum wurde bei dem aus diesem Anlass abgehaltenen Flohmarkt von den Ursulinen-Schwestern angeboten.
Ein Freundeskreis um den – inzwischen verstorbenen – Kanzleidirektor Vizeleutnant Hermann Loidold erwarb das Kreuz gegen eine freiwillige Spende von 10.000,- Schilling. Seither befindet sich das Ursulinen-Kreuz in der Obhut von Günther Munding, der 25 Jahre lang auf der Suche nach einem würdigen Platz für eine Wiederaufstellung gewesen ist. Das alte Kreuz
und der Holzkasten waren leider morsch, aber der Korpus konnte vom Bildhauer Prof. Emmerich Kerle restauriert werden. Die Leiterin des Volkskunstmuseums, Dr. Herlinde Menardi, übernahm mit der hauseigenen Werkstatt die Herstellung eines neuen Kreuzes sowie die Reparatur eines dem Korpus beim Transport abgebrochenen Fingers. Außerdem gelang es, die Zustimmung der neuen Eigentümerin des „Ursulinenhofes“ – die Raiffeisen-Landes-bank Tirol AG – zur Anbringung des Kreuzes an der Außenfassade der ehemaligen Klosterkirche zu erlangen. Hier, geschützt unter einem schmiedeeisernen
Dachl, das in der Schlosserei Georg Amort nach einem Entwurf von Architekt DI Jörg Streli hergestellt wurde, hat das Kreuz nach einer über 25jährigen Odyssee nun seinen Platz gefunden – sehr zur Freude der Schwester Oberin des Ursulinenklosters, Dr. Hildegard Wolf..









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DANK AN ALLE SPENDER VON RUHEBÄNKEN


Ruhebänke laden zur gemütlichen Rast und zum Genießen von Ausblicken ein. Viele dieser Bänke, die das Wanderwegenetz in und um Innsbruck säumen, sind Spenden von Bürgern und Firmen an den Verschönerungsverein. Die Namen der Spender werden auf Messingschildern angebracht und drücken den Dank des Vereins aus.

Eine neue Bank mit Namensschild gibt es für einen Unkostenbeitrag von Euro 250,- Wünsche nach einem bestimmten Aufstellungsort werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Für die Basisspende wird die Bank 10 Jahre lang vom Innsbrucker
Verschönerungsverein betreut, gepflegt und wenn nötig repariert. Nach Ablauf kann die Bank-Patenschaft um Euro 150,- für weitere 10 Jahre verlängert werden.

Der Innsbrucker Verschönerungsverein dankt den Spendern von 21 neuen Bänken des Jahres 2004:
Maria Unterladstätter, Alpinschule Innsbruck, Heidi und Rolf Blasy, Josef Wechselberger, Innsbrucker Verkehrsbetriebe (3 Bänke), Florian Egger, Dr. Elisabeth Zanon, Anneliese Schuh, Helga Schützinger, Verein Freunde von St. Georgenberg, Raiffeisen-Bezirkskasse Schwaz (2 Bänke), DI Erich Schroffner – Dr. Helmut Krieghofer – Markus Linder – Mag. Heinrich Kranebitter (Bank und Tisch), Ruth Hampl, HYPO Tirol Bank AG, Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol, Günther und Helga Bieringer, Peter Köll, Mag. Maria Martiner.

Danke auch für 21 Patenschaftsverlängerungen:
Firma Johann Huter und Söhne, Wiener Städtische Allg. Versicherungs-AG, Gertraud Kundratitz, Luis Netzer, Gradischegg GmbH & Co KG (Dr. Hansjörg Jä-ger), Tiroler Sparkasse Bank AG (6 Bänke), HYPO Tirol Bank AG, Prof. Mag. Dr. Robert Muth, Vereinigung St. Nikolaus, Apotheke zum Tiroler Adler, Antonie Haller, Innsbrucker Verkehrsbetriebe, Klaus Holzbaur, Max Chanson, Mag.Edith Margreiter, Farben Holzbaur Gesmb & Co KG.

Spender einer Bank zu werden ist ganz einfach: Bitte den Innsbrucker Verschönerungsverein anrufen oder faxen unter (0512) 58 00 36, schreiben oder E-Mail an info@verschoenerungsverein.at Unser Sekretariat nimmt Ihren Auftrag gerne entgegen.



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NUR EIN STARKER VEREIN KANN MITREDEN!

Am 5. Jänner 2006 wird der Innsbrucker Verschönerungsverein 125 Jahre alt und
ist somit einer der ältesten Vereine der Stadt. Das soll für uns Anlass sein, wieder
einmal auf die bedeutende Rolle hinzuweisen, die unser Verein für die Entwicklung
Innsbrucks in den vergangenen Jahren gespielt hat. Dazu gibt es einen Themenschwerpunkt in den Mitteilungsblättern des laufenden Jahres 2005, in denen
viel historisches Material aufbereitet wird.

Damit der Verschönerungsverein auch weiterhin seiner Verpflichtung „Für die Stadt, für die Bürgerinnen und Bürger“ nachkommen kann, braucht er eine laute Stimme:Ob und wie sehr man auf den Verschönerungsverein hört, hängt davon ab, wie stark er ist, und wodurch ließe sich Stärke besser demonstrieren als durch eine große Anzahl von Mitgliedern?

Darum haben wir heute eine Bitte an Sie: Werben Sie mit uns um neue Mitglieder!
Nur wenn wir viele sind, wird unsere Stimme laut und deutlich gehört. Der Innsbrucker Verschönerungsverein will in Abstimmung mit seinen Mitgliedern Entwicklungen analysieren, diskutieren und Meinungen formulieren,die der ganzen Stadt,allen Bewohnern und auch den Gästen zugute kommen. Engagieren Sie sich mit uns für unsere schöne Stadt!

Werben wird belohnt!





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WA N D E R T I P P: RUNDWANDERWEG VOM GASTHOF ARZKASTEN NACH HOLZLEITEN UND DURCH DIE LÄRCHENWIESEN ÜBER OBSTEIG ZURÜCK


Ausgangsort u. -ziel: Wanderskizze
Gasthof Arzkasten (gebührenpflichtiger Parkplatz)
Höhenunterschied: 160 m
Wanderzeit: 2,5 Stunden
Weglänge: Gesamt: 7 km; Gasthof Arzkasten – 2 km – Holzleiten – 3 km –
Obsteig/Mooswald – 2 km – Gasthof Arzkasten
Einkehr: Holzleiten (Hotel Holzleiten, Ferienhotel Lärchenhof), Mooswald
(Hotel Bergland, Gasthof Alpina), Gasthof Arzkasten

Im Winter sollten Wanderungen in sonnigen Gebieten stattfinden,und nach erfolgter Anstrengung sollte eine gemütliche, warme Stube mit einer kräftigen Jause in der Nähe sein. Beides bietet unsere heutige Wanderung.
Mit dem Pkw fahren wir über die Autobahn von Innsbruck bis zur Ausfahrt Mötz im schattigen Inntal, um dann hinauf aufs sonnige Mieminger Plateau zu kommen. Beim Kreisverkehr halten wir uns links in Richtung Nassereith, durchfahren den Ort Obsteig, um nach ca. 1 km nach rechts in den Wald zum Gasthof Arzkasten abzubiegen. Hier befindet sich ein großer kostenpflichtiger Parkplatz (Tagesgebühr: e 2,-). Am schmucken „Arzkasten“ und der unauffälligen Kapelle zu „Unserer Frau Mariahilf“ vorbei, gehen wir ca. 200 Meter auf dem Rodelweg zum Lehnberghaus entlang, um dann nach links auf den „Seniorenweg“ abzubiegen. Mit sehr schönen Aussichten auf den gegenüber liegenden Grünberg und die im Hinter-grund zu sehenden Lechtaler Alpen wandern wir am Waldesrand entlang zu den Höfen Weisland. Ein wenig östlich sehen wir die schöne neue Kapelle zu „Unserer lieben Frau Mariä Himmel-fahrt“ mit einem Baum und Ruhebänken stehen.Von hier geht es ca. 1 km auf einer ruhigen, wenig befahrenen Straße zum Teil durch kleine Waldstücke nach Holzleiten.

Nach dem öffentlichen Parkplatz beim Ferienhotel Lärchenhof beginnt ein herrlicher Weg – zugleich Loipenspur – durch die typischen lichten Lärchenwälder, die auch im Winter sonnig sind.Wir bewegen uns in einem 150 Hektar großen geschlossenen Lärchenbestand, der 1981 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt worden ist; deshalb bitte nicht von den Wegen abweichen und alles sauber halten! Die Lärchenwiesen werden auch heute noch händisch gemäht, um den blumenreichen Wiesenbestand zu schützen.Der besondere Reiz der Landschaft besteht aus dem Wechsel zwischen den lichten Lärchenwäldern, den meist auf ebenen Flächen liegenden Lärchenwiesen und den kleinen, darin eingebetteten
Weilern der Gemeinde Obsteig.

Der großteils ebene Weg führt uns nach ca. 2 km leichten Wanderns zur einspurigen Straße, die zum Gasthof Arzkasten
führt. Auf dieser gehen wir etwa 200 Meter rechts nach Süden, um dann links zur Siedlung Mooswald abzubiegen. Diese erreichen wir auf dem „Unteren Mooswaldweg“. Von hier, jedoch vom „Oberen Mooswaldweg“ abzweigend, gibt es eine etwas kürzere Variante ständig durch Wald über den „Sturlweg“ zurück zum Ausgangspunkt Arzkasten. Wir wandern jedoch durch die schöne Siedlung hinab zum Hotel Bergland an der Hauptstraße und gehen diese ca. 300 Meter in Richtung Obsteig, an der Antoniuskapelle vorbei, bis kurz hinter die Brücke des Sturlbaches.Wer möchte, kann - auf der Straße kurz weitergehend - in Unterstrass die barocke Pfarrkirche zum Hl. Josef aus dem 18. Jh. besichtigen..

Hier im Ortsteil Oberstrass gehen wir links auf einem Fahrweg ansteigend aus dem Ort hinaus, um nach 400 Metern wieder links am Waldrand entlang zu wandern. Dieser ständig leicht ansteigende Weg führt wieder durch sehr schöne Wälder mit prächtigen Aussichten und stößt nach einer Rechtsbiegung auf den „Seniorenrundwanderweg“. Nun haben wir noch 1 km fast ebenen Weges vor uns, um zu unserem Ziel, dem „Arzkasten“ zu gelangen.

Alte Aufzeichnungen bestätigen die Errichtung des Hauses als Laststelle für die Knappen des Bergbaus unter der westlichen Griesspitze, in über 2000 Meter Seehöhe oberhalb des Stöttltörls: „Arz“ bedeutet Erz, und „Kasten“ bezeichnet ein Zwischenlager. Das inzwischen baufällige Gebäude wurde lange Zeit als einfaches Wirtshaus geführt. Der 1987 daneben erbaute neue Gasthof verfügt über zwei sehr schöne Stuben und ist bekannt für seine hervorragende bodenständige Küche, in der vorwiegend Bauernprodukte verwendet werden. Auch die hausgemachten Kuchen und Strudel, serviert von der feschen umtriebigen Wirtin Bernadett, sind empfehlenswert. Das Gasthaus ist, außer montags, ab 9 Uhr 30 geöffnet und bietet von 11 Uhr 30 bis 18 Uhr 30 durchgehend warme Küche an.

Auf der Rückfahrt können wir noch einen Zwischenhalt bei der Wallfahrtskirche „Maria Locherboden“ einlegen, einen herrlichen Blick auf das Inntal werfen und für einen schönen Tag danken.

Ing. Rolf Opitz.

Wanderskizze

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Termine 2009 

Führung durch die generalsanierte Hofburg in Innsbruck

Dienstag, 13. Juli 2010, um 9.30 Uhr
Hofburg, Haupteingang

 
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