WANDERTIPP: VON PATSCH
ZUR PATSCHER ALM UND HEILIGWASSER UND ZURÜCK
Ausgangsort u. -ziel:
Wanderskizze
Patsch,Tourismusbüro, 998 m
Zielort: Patscher Alm,
1694 m
Höhenunterschied:
696 m
Wanderzeit: 4 Stunden
Weglänge: 13 km gesamt;
Patsch 5,5 km Patscher Alm 4 km
Heilig-wasser 2,5 km -Grünwalderhof 1km
Patsch.
Einkehr: Patsch: Hotel
Eschenhof, Hotel Bär, Hotel Grünwalderhof;
Patscher Alm, Gasthof Heiligwasser
Diese waldreiche Wanderung beginnen wir beim Tourismusbüro
Patsch-Ellbögen im
Ortszentrum und gehen in nordöstlicher Richtung aus
dem Dorf hinaus und stoßen auf den Speckbacherweg.
Nach ca. 200 m rechts auf dem Wanderweg mit der Nummer 31
bergwärts (führt bis auf den Patscherkofel).
Die
ersten 600 m ist dies auch ein Kreuzweg, den wir aber bei
der Kapelle St. Johannes in der ersten Kehre nach rechts
verlassen. Nun geht es ständig ca. 300 m gleichmäßig
auf dem Forstweg 31, der auch von Mountainbikern benutzt
wird, hinauf. In ca. 1600 m Höhe treffen wir auf den
Almenweg 1600, nachdem wir vorher an der Magdalenenkapelle
vorbeigewandert sind. Den Wegweisern zur Patscher Alm folgend
erreichen wir diese und können uns auf eine erfrischende
Jause freuen. Zugleich sind wir am höchsten Punkt 1694
m unserer Wanderung angelangt. Auch die Aussicht über
Innsbruck hinweg auf die Nordkette und die gegenüberliegenden
Kalkkögel sollte genossen werden.
Auf
dem gleichen Weg geht es wieder hinab bis zur zweiten Kehre,
wo der Weg 31A nach rechts abzweigt und die kurze Verbindung
zur unbewirtschafteten Igler Alm auf 1475 m herstellt.Von
hier geht es auf einem Forstweg mit der AV-Nummer 350 in
drei Kehren hinab zum Alpengasthof Heiligwasser auf 1234
m Höhe. Bei herrlichen Schlutzkrapfen und gutem Speck
mit Bauernbrot lässt sich auf der Terrasse gut jausnen
und man hat dazu noch eine der schönsten Aussichten
auf Innsbruck und die Nordkette. 1662 wurde eine kleine
Kapelle von Abt Dominikus Löhr erbaut und hieß
"Maria Schnee". Der Wallfahrtsort wurde sehr oft
erneuert und auch um die Ottilienkapelle 1722 erweitert.
Erst 1786 wurde durch ein Attest die heilende Wirkung des
Quellwassers bestätigt.
Auf dem Weiterweg nach unten kann der 1802 mit sieben bildstockartigen
Kapellen versehene Heiligwasserweg, der direkt zum Ort Patsch
führt oder der Fahrweg zur Lan-desstraße benützt
werden. Die Straße geht am Hotel Grünwalderhof
mit Schwimmbad vorbei und an der Abzweigung gehen wir das
kurze Stück bergab Richtung Autobahn und sind nach
ein paar Minuten beim Hotel Eschenhof in Patsch. Bevor uns
der Bus oder das eigene Auto wieder nach Innsbruck zurückbringen,
sollten wir uns auf der schönen Terrasse des Hotels
noch den hausgemachten Kuchen oder die Tiroler Speisen schmecken
lassen.
Wanderskizze
[Übersicht]
AM ROSNERWEG ZUM RECHENHOF
Ausgangsort:
Wanderskizze
Bergstation der Hungerburgbahn
(868m)
Ziel: Gasthof Rechenhof (869m)
Höhendifferenz:1m; in gesamten Verlauf ca. 60mGehzeit:
ca. 1 StundeWeglänge: 4,5 km
Einkehr: Gasthof Rechenhof
Bild links: Die Teestube, ein malerisch gewagter Bau aus
der Zeit der Jahrhundertwende schmiegt sich an die Felswand
der Mühlauer Klamm. Die Teestube liegt einige Meter
unterhalb der Abzweigung zum Rechenhof.
Auf die Hungerburg gibt es den bequemen Weg mit dem Bus
J oder mit der Hungerburgbahn. Und dann gibt es noch die
sportliche Variante über Schloss Weiherburg, den Alpenzoo
und den WilhelmGreil Weg. Über die alte Variante dieses
doch recht steilen Wegs haben bis etwa 1930 Ziegelinnen
und Ziegelträger rund 60 000 Ziegel zum Bau der Wallfahrtskirche
auf das Hungerburgplateau geschleppt. Die WeilerFresken
in der Theresienkirche sind einen Besuch wert.
Vom Parkplatz führt der Rosnerweg vorerst noch asphaltiert
leicht bergauf. Links zweigt ein Steig zur Arzler und Umbrüggler
Alm ab, nach etwa 400 m steht eine Orientierungstafel des
Innsbrucker Verschönerungsverein und schräg gegenüber
geht der Amarellersteig steil bergab nach Mühlau.
Wir aber bleiben auf dem Rosnerweg und kommen zum Lawinendamm
mit einem Aussichtspunkt und einigen Bänken des Verschönerungsvereins.
Dass man auf einem Damm geht, bemerkt man nur am schnurgeraden,
ebenen Verlauf des Weges, denn die Natur hat in den letzten
20 Jahren für ausreichendes Grün gesorgt. Der
Blick auf die Stadt und zum Patscherkofel lässt sich
geniessen. Den höchsten Punkt mit 929m erreichen wir
kurz vor der Mühlauer Klamm.Hier war einmal ein kleiner
Tunnel, der durch die steilen Felsen führte.
An
den Bau des Rosnerwegs 1908 erinnert eine Marmortafel an
der Felswand. Kurz nachdem der Weg die Klamm überquert,
müssen wir links ziemlich steil durch Felsen wieder
nach oben. Etwa 300m geht es nun durch Wald bis zu einem
Gatter. Hier betreten wir die weiten Wiesen des Purnhofes.
Es ist eine überraschend grosse, weite Fläche
mit herrlichem Blick auf Patscherkofel und Glungezer. Durch
die Wiesen führt der Weg am Bauernhof vorbei, führt
uns zum Ansitz Hernstein und dann in wenigen Minuten zur
Gastwirtschaft Rechenhof. Dieses gepflegte Ausflugsgasthaus
mit langer Tradition und guter Küche ist durch ein
modernes Salettl erweitert worden, in dem sich
sehr gemütlich sitzen und geniessen lässt.
Der
Name Rechenhof leitet sich von Reachhof ab und
geht auf das Jahr 1363 zurück, als der Ansitz auch
als Tiergehege für die Jagd der Habsburger diente.
Zum Rechenhof führt kein öffentliches Verkehrsmittel
und so geht es auch wieder zurück über den Rosnerweg.
Die Zeit knapp vor der Dämmerung belohnt Wanderer manchmal
mit dem Anblick von Rehen oder auch einmal einem Fuchs auf
den weiten Wiesen des Purn hofes. Der Rosnerweg ist für
einen gemütlichen Ausflug, für Auftanken in der
Natur und für das Schauen einfach ideal.
Wanderskizze
[Übersicht]
RUNDWANDERUNG UM DIE STANDSCHÜTZENKASERNE
KRANEBITTEN
Ausgangsort:
Wanderskizze
Kranebitten, Haltestelle Bus LK
Höhenunterschied: 112 m
Wanderzeit: 1 1 /2 Stunden
Weglänge: 4,5 km
Einkehr: Gasthof Kranebitten, Gasthof Klammstub´n
Bei der End-Haltestelle der Buslinie LK stehen wir wenige
Meter vor der neuen Fussgängerbrücke über den
Klammbach, die vom Innsbrucker Verschönerungsverein errichtet
wurde. Einige Meter oberhalb unseres Standortes sehen wir
eine der 1912 erbauten Brücken der Mittenwaldbahn.
Wegen der Bauarbeiten am Bahnhof Hochzirl ist derzeit ein
Schienenersatzverkehr eingerichtet, der aber Kranebitten nicht
anfährt.
Unser
Weg führt uns knapp unterhalb der Bahntrasse durch Wald
fast eben nach Westen. Nach etwa 10 Minuten erreichen wir
eine Stelle mit schöner Aussicht über den Flughafen
hinweg zum Patscherkofel und zur Nockspitze. Bei einer kleinen
Rast lässt sich an schönen Tagen von hier aus besonders
gut das elegante Gleiten der Segelflieger beobachten.
Auf dem Weiterweg geht es nun in zwei Serpentinen hinab zur
Hauptstrasse Innsbruck-Zirl.
Beim Überqueren der Strasse bitte besonders vorsichtig
sein, da man die Geschwindigkeit der Autos hier leicht unterschätzt.
Nun führt ein kurzer Trampelpfad hinab zu einem guten
Weg in die Kranebitter Innauen.Diese und die südlich
des Inn gelegenen Völser Innauen wurden vor einigen Jahren
unter Naturschutz gestellt. In diesem Gebiet von etwa 35 Hektar
sind derzeit 89 Vogelarten nachgewiesen, die hier zum grossen
Teil brüten. Einige Arten sind nur auf der Durchreise.
Aber auch die Vegetation der Au mit ihrem Ulmen-Eichen-Mischwald
im Überschwemmungsgebiet, dem Bestand an Grauerlen und
dem Weidengebüsch ist bemerkenswert.
Abseits der Hauptstrasse führt der Weg eben zum FKK-Gelände
Hawai zurück nach Kranebitten.
Wo der Weg aus den Auen wieder die Hauptstrasse erreicht,
quert man diese nochmals und wandert nach Norden am Gelände
der Standschützenkaserne entlang am rechten Uferweg des
Sulzenbachs
bergauf. Die Kaserne wurde 1986 eingeweiht, umfasst rund 20
Hektar Gelände und 10 Gebäude einschliesslich einer
Sporthalle, einem Parkdeck für 245 Kraftfahrzeuge und
einem Exerzierplatz. Fast der gesamte Energiebedarf der Kaserne
wird über Wärmepumpen abgedeckt.
Nach 20 Minuten leichtem Anstieg erreichen wir wieder unseren
Ausgangpunkt bei der neuen Fussgängerbrücke.
Wer
noch mehr vom Ortsteil Kranebitten sehen will, insbesondere
seine alte und neue Kirche, muss südlich der Hauptstrasse
bleiben und bis zur Hans-Flöckinger-Promenade gehen,
wo eine Brücke über den Autobahnzubringer
führt. Auf dieser Strecke ist gewisse Vorsicht geboten,
da sich hier Wan-derer und Radfahrer den Weg teilen müssen.
Oberhalb der Brücke lädt der Gasthof Kranebitten
zur Einkehr ein und auf der anderen Strassenseite stehen zwei
Kirchen dicht beieinander. Die ältere ist die Pestkapelle
aus dem Jahr 1620, die neue ist die Kirche Mariä
Heimsuchung aus dem Jahr 2002. Diese neue Kirche ist
ein sehenswerter Rundbau mit zentralem Altar der Innsbrucker
Architekten Illmer und Tautschnig.
Am Rückweg zur Haltestelle Klammgeist der Linie LK kommen
wir in der Klammstrasse zum Gasthof Klammstub´n,
wo man auf schattiger Terrasse seinen Durst löschen kann.
Wanderskizze
[Übersicht]
Schloss Tratzberg im Unterinntal
An
den Abhängen der östlichen Ausläufer des Karwendels,
dort, wo das Stanser Joch in steilen Wänden zum Inntal
abfällt, steht weit sichtbar beherrschend zwischen Schwaz
und Jenbach auf einem Felsrücken das prachtvolle Schloss.
Von der alten Grenzburg gegen Bayern, urkundlich 1297 erwähnt,
ist nichts mehr erhalten. Nach einem Brand im Jahr 1490 entstand,
etwa 150 m von der einstigen Anlage entfernt, ein von den
Gewerken Veitjakob und Simon Tänzl errichteter Neubau,
der 1499 fertig gestellt war. In den Jahren 1500 bis 1515
wurden der Süd- und Ostflügel ausgebaut und der
Westflügel teilweise errichtet. Der restliche West- und
der komplette Nordflügel entstand unter dem neuen Besitzer
Georg Ilsung. Seit dem Jahr 1847 steht das Schloss im Besitz
der Grafen Enzenberg.*
Schloss Tratzberg bietet heute einen faszinierenden Spaziergang
in die Vergangenheit. Die Innenräume sind original erhalten.
Herrliche, kunstvoll bearbeitete Säulen aus Unterländer
Marmor tragen schwere, prächtige Holzdecken. Das Mobiliar
ist ebenfalls original erhalten. Hohe aufragende Schränke
mit wunderschönem Zierrat haben einst Wäsche aufgenommen.
Die Himmelbetten bestätigen, unsere Vorfahren waren um
etliches kleiner gewachsen, als wir es heute sind. Geschnitzte,
vergoldete Bilderrahmen umgeben die Porträts früherer
Besitzer, die ernst auf die Besucher blicken und die moderne
Zeit berührt sie ganz bestimmt nicht mehr! Der Habsburgersaal
mit den einzigartigen Wandgemälden, die gotische Fuggerstube,
das Königinzimmer mit reichem Renaissancedekor, die Rüstkammer
und die Hauskapelle sind eindrucksvolle Stationen der Führung.
Schloss Tratzberg wird durch eine besonders liebenswürdige
Art der Präsentation zum Erlebnis. Die Besucher erhalten
ein tragbares Stereo-Kopfhörer-Gerät. Wenn es eingeschaltet
ist, beginnt eine ganz persönliche Führung, denn
es erklingen nacheinander die Stimmen des heutigen Besitzers,
Graf Goess-Enzenberg, seines Vorfahren, sogar Kaiser Maximilian
spricht, und eine liebenswürdige Dame aus längst
vergangenen Tagen erklärt, was sie einst mit den Geräten
im Damenzimmer gemacht hat. Musik aus alten Tagen wechselt
mit Fanfaren- und Hörnerklang ab, Hufgetrappel und Waffengeklirr,
aber auch ein sehnsüchtiges Lied, das einst eine Bewohnerin
von Tratzberg gesungen hat, lassen eine Zeit lebendig werden,
die man heute einfach als Geschichte bezeichnet.
In der Waffenkammer stößt ein gepanzerter Ritter
sein gewaltiges Schwert in den Boden und mit tiefer Stimme
berichtet er den Besuchern von Krieg und Schlachten in schweren
Zeiten.
Der prachtvolle Burghof mit den herrlichen Malereien bildet
Anfang und Ende des Ausfluges in versunkene Tage. Im Souvenirladen
kann man Postkarten und kleine Geschenke sowie Literatur über
Schloss Tratzberg und mehr kaufen.
Das Schloss ist vom 1. April bis 31. Oktober täglich
von 10 bis 16 Uhr zu besichtigen. Wer mit dem eigenen Auto
kommt, fährt bis zum Parkplatz unterhalb des Schlosses
Tratzberg. In einer schwachen halben Stunde erreicht man über
einen schattigen Weg das Schloss. Bequemer geht es mit dem
kleinen Bummelzug, der um nur einen Euro die
Gäste direkt zum Schloss fährt. Wer gerne Kultur
mit Natur verbinden will, fährt mit der Bahn bis Stans,
geht zur Ortsmitte und wandert dann fast eben über einen
schattigen, gut ausgeschilderten Weg zum Schloss Tratzberg.
Wenn sich dann irgendwann einmal nach allem Kulturgenuss knurrend
der Magen meldet, wenige Schritte vom Parkplatz erwartet der
Schlosswirt hungrige und durstige Gäste.
* Dehio Tirol
[Übersicht]
Die Bodensteinalm,
ein Innsbrucker Juwel
Auf
einem lawinengeschützten Bergrücken der Nordkette
liegt knapp über der Waldgrenze in 1600 m Seehöhe
die Bodensteinalm, sie ist die höchstgelegene der Innsbrucker
Almen. Die trockenen Wiesen, von einem Latschengürtel
umgeben, bieten etwa 300 Schafen über den Sommer Nahrung.
Für die Innsbrucker Ausflügler und Wanderer ist
die Bodensteinalm längst ein Begriff. Allein der einmalig
schöne Blick auf die Stadt und das Inntal bis hin zu
den Stubaiern und Zillertalern ist den Besuch wert. Die Wirtin
der Alm, Frau Edith Felderer, kümmert sich um die Wirtschaft,
bietet Speis und Trank und hat für ein freundliches Wort
immer Zeit!
Drei Wege führen auf die Alm: Zünftige Wanderer
erreichen sie auf dem teilweise steilen AV-Steig 216 von der
Hungerburg in knapp 2 Stunden. Etwas länger, aber viel
gemütlicher geht man entlang der Forstwege mit einer
Abzweigung im Bereich der Stütze 3 der Nordkettenbahn.
Dort trifft man auch zahlreiche Radler, die schwitzend den
Berg hinaufstrampeln. Für ganz bequeme Bergsteiger gibt
es die Nordkettenbahn. Von der Seegrube gelangt man in einer
knappen halben Stunde hinunter auf die Alm.
Die Stadt Innsbruck hat viel für ihre Almen getan. Das
schmucke Haus am Berghang hat Anschluss an Strom, Wasser und
Kanal.
[Übersicht]
Von St. Peter in
Ellbögen nach Innsbruck
Wanderskizze
Ausgangsort: Gemeinde Ellbögen,
Ortsteil St. Peter, 1070 m
Zielort: Innsbruck, Wilten bzw. Amras, 575 m
Höhenunterschied:495 m, fast nur abwärts
Wanderzeit: 3 Stunden
Weglänge: 11 km gesamt: Ellbögen - 3,5 km - Patsch
- 3 km - Igls - 1,5 km - Lanser See - 3 km - Innsbruck
Einkehr: St. Peter: GH St. Peter; Patsch: Hotel Bär,
Hotel Eschenhof, Hotel Grünwalderhof; Igls: mehrere Hotels
und GH im Ort; Vill: GH Turmbichl; Lanser See: Jausenstation
im Badgelände; Jausenstation Voglhütte
Des einen Freud, des anderen
Leid! Innsbrucks Winter sind schneearm und wärmer geworden.
So kann man mitten im Winter in manchen Jahren, ohne Angst
vor vereisten Wegen haben zu müssen, recht reizvolle
kleine Wanderungen unternehmen. Unser Wandervorschlag gilt
dem südlichen Mittelgebirge. Also gilt es den Autobus
zu nehmen, der entweder um 8.15 oder ab 11.15 Uhr im Stundenabstand
uns in 25 Minuten nach St. Peter bringt. Nach einem Besuch
der im Kern gotischen, aber im 18. Jahrhundert barocki-sierten
Kirche von St. Peter wandern wir auf der schmalen kaum befahrenen
Straße hinunter zu den Rinnerhöfen (942 m) und
verlassen beim Hof Pfraum die Straße um nach Norden
den sehr reizvollen, zuerst leicht ansteigenden Wanderweg
(Rauherbrunnenweg) Markierung 1 durch Wald und Wiesen nach
Patsch zu nehmen; sehr bequem in einer Stunde zu erreichen.
Auch
in Patsch ist es empfehlenswert der schönen spätgotischen,
im Inneren jedoch barockisierten Dorfkirche einen Besuch abzustatten,
dann aber am unteren Dorfrand die Dorfstraße nach Norden
zu gehen, den Autobahnzubringer beim Hotel Eschenhof zu queren
und über die Patscher Wiesen sehr sonnig auf guten Wegen
nach Igls zu wandern. Ca. 500 m nach Querung des Autobahnzubringers
teilt sich der Weg.
Auf dem oberen, rechten aussichtsreichen Weg geht es am Pfaffenbichl
(989 m) und später links am Pfarrbründl vorbei zur
Tennishalle in Igls. Durch den Kurpark
mit dem Congress - Igls (Einkehr) gehen wir hinab zur schönen
ebenfalls barockisierten Kirche mit sehenswertem Deckengemälde,
Hochaltar und Rokokokanzel.
Im Sommer finden jeweils sonntags abends sehr schöne
anmutige Orgel- und Kammerkonzerte in der Kirche statt.
Der untere Weg erreicht ebenfalls
nach 3 km beim Fernkreuz vorbei den unteren Ortsteil von Igls
(900 m). Von der Kirche wandern wir über den Viller Steig
abwärts nach Vill (817 m). Am Turmhügel sind die
Ausgrabungen einer bronzezeitlichen Siedlung der illyrischen
Räter zu sehen.
In Vill ist eine Einkehr im GH Turmbichl empfehlenswert.Weiter
durchs Viller Moor zum Lanser See, wieder etwa eine halbe
Stunde, immer mit der Aussicht auf die Nordkette und über
Mutters und Natters hinweg zur Hohen Munde und der Mieminger
Kette. Vom Lanser See (im Sommer freier Eintritt zur Jausenstation
im Badgelände) gibt es verschiedene Varianten um nach
Innsbruck zu kommen:
1)
Über den Seerosenweiher nördlich am Golfplatz Sperberegg
entlang zur beliebten Einkehr "Vogelhütte".
Weiter über die Haltestelle Aldrans auf dem Bederlungerweg
zur nächsten Haltestelle Tantegert und am Tummelplatz
und Schloss Ambras vorbei oder durch ihn zur Straßenbahnendhaltestelle
3.
2) Der kürzere Weg jedoch
ohne Zwischeneinkehr führt über den Lanser Steig
an der Poltenhütte vorbei, von hier den Paschbergweg
hinab zum Kraftwerk Untere Sill und unter der Autobahnbrücke
hindurch zum GH Bretterkeller, wo wir uns kurz vor dem Ende
unserer Wanderung laben können. Bis zur Endhaltestelle
der Linie 1 sind es nur noch ein paar Minuten.
Noch ein paar Ratschläge:
Im Winter ist es ratsam, früh
am Nachmittag die Wegstrecke zwischen Patsch und Igls zu gehen,
denn die Nockspitze, von den Einheimischen des westlichen
Mittelgebirges vielfach Saile genannt, wirft früh ihren
Schatten auf die Flur von Patsch.
Rechnen Sie aber auch mit vereisten Wegen, besonders auf dem
Rauherbrunnenweg (Rauher Brunnen nennt sich das Wegstück
zwischen den Rinnerhöfen und dem südlichen Waldrand
von Patsch). Es ist besser den konsequent markierten Rundweg
Patsch - St. Peter in der warmen Jahreszeit zu gehen und im
Winter die Wanderung in Patsch zu beginnen.
Dr. Hans Gschnitzer
Wanderskizze
WA N D E R T I P P: RUNDWANDERUNG
VON NATTERS ÜBER NATTERER SEE NACH
GÖTZENS AUF DEM PANORAMAWEG ÜBER MUTTERS
Ausgangsort u. -ziel: Wanderskizze
Natters,Tourismusbüro, 998 m
Höhenunterschied: 220
m
Wanderzeit: 4 Stunden
Weglänge: Gesamt: 12
km; Natters - 2,5 km - Natterer See - 2,5 km -
Götzens - 6 km - Mutters - 1 km - Natters.
Einkehr: Natterer See (nur
Sommer), Klammhütte (Öffnungszeiten - siehe
Seite 8), Gruberwirt, Gasthöfe in Götzens, Mutters
und Natters
Für diese Rundwanderung lassen wir den PKW beim Parkplatz
des Gemeindeamtes (Ansitz Waidburg) stehen oder wir verlassen
die Stubaitalbahn in Natters und wandern zur gotischen Pfarrkirche
des heiligen Michael. Der 49 m hohe barockisierte Turm hat
eine vom Tiroler Kartographen Peter Anich (18.Jh.) entworfene
Sonnenuhr. Vom Dorfplatz wandern wir zuerst den Magdalenenweg
leicht ansteigend hinauf,um auf halber Höhe nach links
in den Weg Troie abzubiegen. Erst durch bebautes
Gebiet, doch bald am Waldrand oberhalb des flachen Tales Tiefental
auf dem ebenen Wanderweg Nr. 3 in Richtung Natterer See. Auf
der Straße bis zum Natterer See mit gut geführtem
Gasthaus (doch leider im Winter geschlossen) und nördlich
am dazugehörigen Campingplatz vorbei, dann kurz etwas
steil zum Ortsteil Geroldsmühle hinab und an den Einethö
fen vorbei auf dem Wanderweg 47 in ca. 20 Minuten durch Felder
in den Ort Götzens hinein.
In Götzens ist die schönste Rokoko Dorfkirche Tirols
und auch Wallfahrtskirche sehenswert: 1772 75 von Baumeister
Franz Singer erbaut und mit kunstvollen Stukkaturen versehen.
Bei Konzerten kann die hervorragende Akustik des Gotteshauses
bewundert werden.Außerdem ist die Kirche die letzte
Ruhestätte des 1996 selig gesprochenen Märtyrerpfarrers
Otto Neururer. Auf der Straße Steinangerl
verlassen wir wieder Götzens in südöstlicher
Richtung, um eventuell kurz vor dem Überschreiten des
Geroldbaches auf der linken Seite im Restaurant Klammhütte
Einkehr zu halten, denn auf dem ca. 5 km langen Panoramaweg
Nr. 15 gibt es bis Mutters keine Labestation. Der Panoramaweg
führt langsam ansteigend zuerst immer am Waldrand, doch
später eben im Wald mit kurzen Ausblicken über das Mittelgebirge
auf die Nordkette nach Mutters. Kurz vor Mutters, einem der
schönsten Dörfer Tirols, liegt rechter Hand der Waldfriedhof
mit Kapelle. (Von hier aus kann man nach links zur Landstraße
absteigen und auf dem Weg am schönen Landhaus Gigglberg vorbei
nach Natters gelangen.)
Nach Überqueren der Schienen der Stubaitalbahn hinab zur Dorfstraße
mit wunderschönen, im Sommer blumengeschmückten Bauernhäusern.
Auch hier in Mutters hat Peter Anich am 54 m hohen Turm der
gotischen Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus die Sonnenuhr
gezeichnet. Im 18. Jh. wurde der Innenraum barockisiert und
mit Deckenbildern von Anton Zoller und dessen Sohn Josef Anton
verziert.
Zum Ausgangsort Natters kann man leider nur auf einer wenig
befahrenen Straße hinab gehen. Zur Stärkung nach diesem aussichtsreichen
Rundweg empfehlen wir zum Abschluss noch die guten Gasthöfe
in Mutters und Natters. Alle beschriebenen Wege werden im
Winter geräumt.
Wanderskizze
[Übersicht]
WA N D E R T I P P: ZUR
STÖFFLHÜTTE AUF DER WALLERALM IM WILDEN KAISERN
Ausgangsort: Eiberg bzw. Egerbach
(Steinbruch), 620 m
Zielort: Walleralm, 1171 m
Höhenunterschied: 551 m
Wanderzeit: 13/4 - 2 1/2 Stunden aufwärts, 11/4 - 11/2
Stunden abwärts
Gesamtlänge: ca. 11 km
Einkehr: Stöfflhütte, Walleralm
Bei Abstiegsvariante: Jausenstationen Maier und Hagenhof sowie
Jausenstation Goingstätt am Hintersteiner See.
Nach 11/4-stündiger Anfahrt von Innsbruck über die
Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Kufstein-Süd fahren wir
noch ca.eine Viertelstunde auf der Bundesstraße 173
bis zur ersten 30-km-Beschränkung (ca. 5,5 km). Ungefähr
200 Meter nach dieser scharfen Linkskurve weisen rechts zwei
grüngelbe Schilder (Deponie und Gartenbau Strillinger)
nach links auf eine Forststraße, die nach oben zur Walleralm
führt. Nach ca. 400 m ist beim Steinbruch die Straße
gesperrt (Parkplatz) unlogischerweise gibt es aber
1 km weiter im Wald noch einen zweiten Parkplatz!
Wir
beginnen unsere Wanderung im Ortsteil Egerbach und gehen auf
der Straße links am ca. 30 Meter tiefen Mergellager
vorbei. Der im Jahr 1843 entdeckte hervorragende Kalkmergel
liefert den tonhaltigen Kalk, der, zuerst gebrannt und dann
gemahlen, den Baustoff Eiberg-Zement ergibt. Ungefähr
400 Meter nach dem Steinbruch kommen wir zum Weiler Aßmann
mit einer kleinen Kapelle. Der Ort besteht nur aus drei schönen
Einhöfen mit Mittelflur. Rechts geht die Forststraße
nun langsam aber stetig steigend unter den Felswänden
des 1089 m hohen Eibergkopfes bergan. Der Weg führt stets
im Schatten des hohen Mischwaldes in ca. 1 Stunde zur Abzweigung
Richtung Hölzentalalm. (Die Abzweigung Richtung Steinerne
Stiege Hintersteiner See ist als Abstiegsvariante möglich!)
Ab hier wird der Weg interessanter, da er jetzt in Serpentinen
mit z.T. schönen Ausblicken ins Inntal durch lichteren
Wald in 20 Minuten zum Weiderost der Hochfläche der Walleralm
führt. Ab hier kann man kurz vor dem Almauftrieb
des Viehs in besonderem Ausmaß - die Vielfalt der Blumen
wie Schneerosen, Enzian usw. und Gräser solcher Almwiesen
bewundern. Nach einem großen Bogen sieht man in einer
Senke mehrere Hütten und Almen,drei davon sind bewirtschaftet
und laden zur Labung mit heimischen Produkten ein. In der
Stöfflhütte gibt es zudem hausgemachte Köstlichkeiten
sowie selbst gebrannten Schnaps und drei hervorragende Biersorten
aus der Hausbrauerei des Schwoicher Stöfflhofes: Helles
Gerstl, Dunkles Weißbier und ein Saisonbier. Nach der
Stärkung sollte man noch die 5 Minuten zum gut sichtbaren
Gipfelkreuz hinauf steigen und die Rundumsicht genießen.
Der Abstieg bzw. Rückweg erfolgt auf der gleichen Forststraße,
auf der man das Auto nach 11/4 11/2 Stunden erreicht.
Es gibt aber auch eine etwas beschwerlichere Variante zurück,
diese zweigt kurz hinter der Hölzentalalm links ab. Beschildert
ist der Weg mit Steinerne Stiege Hintersteiner
See (s. o.). Dieser inzwischen auch zur Forststraße
ausgebaute Weg führt erst leicht und später stärker
abfallend durch Wald zu den Jausenstationen Maier und Hagenhof
in der Nähe des West-Endes des Hintersteiner Sees. In
den sauren Wiesen südlich der Jausenstation Goingstätt
kann man bei einem kurzen Abstecher verschiedene Arten von
Orchideen bewundern.
Wir gehen durch leicht abfallende Wiesenpfade in diesem Tal
westwärts und kommen, an einem Wasserschloss vorbei,zum
oberen Beginn der Steinernen Stiege. Achtung!
Dieser Abstieg ist nur für schwindelfreie und bergsichere
Wanderer zu empfehlen. Der steile Treppenabstieg ist gut ausgebaut
und führt ca. 150 Meter neben einem Wasserfallrohr in
die Tiefe. Die Steinerne Stiege wurde im Jahr
1903 als Steigbehelf zur Verlegung der Fallrohre gebaut,allerdings
führte sie damals auf der anderen Seite des Rohres hinauf.
Der Hintersteiner See diente früher als Trinkwasserspeicher
für Bayern und floss in einem Stollen bis zum heute noch
erhaltenen Wasserschloss am oberen Ende der Stiege. Erst vor
ungefähr 30 Jahren wurde die Stiege in der heutigen Trasse
neu angelegt. Unten angelangt geht man nach rechts über
das Rohr und bei der ersten Weggabelung auf dem rechten Weg
zum Weiler Aßmann zurück.(Auf dem Wegschild steht
Whs. Haberg.) Die Wegzeit ist gleich wie oben.
Ing. Rolf Opitz
Wanderskizze
[Übersicht]
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